REZENSION | „Blut gegen Blut“ von Benjamin Spang

Ich lese im Normalfall keine Bücher von Selfpublishern. Meistens liegt es daran, wie diese Menschen per Mail auf einen zukommen, oder weil mich die Geschichte eben gar nicht reizt. Oftmals bieten Selfpublisher aber auch nur ebooks an, welche ich nicht lese, also scheitert es immer häufiger daran. Warum ich jetzt doch ein Selfpublisher Buch rezensiere?

Ganz einfach: ich verfolge Benjamin Spang auf allen möglichen Social Media Kanälen (außer Facebook, sorry Benni, aber diese Community stirbt aus). Ich feier ihn einfach ohne Ende. Sein Humor und sein Dialekt dazu lässt mich immer wieder Tränen lachen. Mitte des Jahres wurde ich von ihm zu einer Blogtour zu „Blut gegen Blut“ Teil zwei eingeladen und natürlich konnte ich da nicht ablehnen. Hier kommt ihr zu meinem Beitrag. Teil zwei wird dank der Crowd-Funding Kampagne Anfang Januar auch für alle verfügbar sein.

Doch kommen wir zu meiner Rezension seines Romans.

Ich mag Fantasy super gern. Ein Genre, indem ich mich zu Hause fühle. Jedoch bevorzuge ich Urban Fantasy, statt Dark oder High Fantasy, worin „Blut gegen Blut“ einzuordnen ist. Trotzdem hatte ich meinen Spaß an dem Buch. Ich habe mich von Anfang an in Helena, die Doppelmondagentin, verliebt. Sie ist ein super starker Charakter, der sich nichts sagen lässt und der Gefahr jeglicher Art ins Auge blickt. Gemeinsam mit ihren Gefährten ist sie bei jedem Kampf dabei. Katharina dagegen war nicht wirklich nach meinem Geschmack. Sie ist mir zu ruhig und trifft hin und wieder Entscheidungen, die ich einfach nicht nachvollziehen kann. Typischer Hauptcharakter eben. Obwohl sie dann doch wieder nicht diese Klischees belegt. Aber ich bin sowieso der Mensch, der lieber die Nebencharaktere mag. Benni hat wirklich eine schöne düstere Welt geschaffen, in der viele Wesen ihren Platz finden. Im ersten Teil spielen Werwölfe die Hauptrolle, jedoch bin ich mir sicher, dass in den folgenden Bänden auch die anderen Kreaturen noch reichlich zu Wort kommen, denn ich würde wahnsinnig gern noch etwas über die Vampirin Eliska erfahren.
Der Roman hatte einen guten, flüssigen Schreibstil, jedoch konnte mich die Geschichte nicht zu jeder Zeit vollkommen mitreißen. Hin und wieder hat mir die Spannung gefehlt. Eventuell liegt das aber auch an dem Genre, in welchem ich mich nicht ganz so zu Hause fühle. Gestört hat mich der Fakt, dass am Anfang des Buches eine Triggerwarnung hätte stehen müssen, da gerade die Selbstverletzung von Katharina mich aus dem Konzept gebracht hat. Ich kann solche detaillierten Szenen nicht lesen oder sehen. Ich fühle mich dann in meinem Körper einfach unwohl, weswegen ich ein paar Sätze nur übersprungen habe. Eine Warnung wäre da für mich nicht schlecht gewesen und sicherlich für manch andere auch.

Dem Buch habe ich im Gesamten drei Sterne vergeben. Es war ein gutes Buch, vorallem aber ein schöner Einstieg in eine Trilogie mit viel Potential nach oben. Ich habe mich gut unterhalten und ich bin auch schon sehr gespannt auf den Folgeband. Ich bin mir sicher, dass der Autor einiges in den zwei Jahren gelernt hat und er sich eventuell 4 oder mehr Sterne in Band zwei erkämpfen wird.

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