Dear Evan Hansen | Buchtour

Hallo ihr Lieben,

herzlich willkommen zu unserer Buchtour! Heute mache ich den Anfang und kann euch jetzt schon verraten… diese Tour wird etwas ganz Besonderes, denn wir alle werden unsere persönlichen Erfahrungen in die Tour mit einfließen lassen.

In dem Buch „Dear Evan Hansen“ werden viele verschiedene Themen angesprochen, die wir auch in unseren Beiträgen aufgreifen werden. Hier eine kleine Themenauswahl: Depression, Ängste, soziale Kontakte, Einsamkeit, Mobbing und vieles mehr. Wenn ihr Anregungen und selber Erfahrungen habt, dann teilt sie gerne in den Kommentaren mit uns, wenn ihr möchtet.

Ich möchte mich mit euch heute zu dem Thema Ängste austauschen und den daraus resultierenden Missverständnissen und Verstrickungen.

Schon zu Beginn des Buches konnte ich mich total in Evan hineinversetzen. Er hatte keine Lust nach den Ferien wieder in die Schule zu gehen. Keine Lust unter Menschen zu gehen. Keine Lust sich den eigenen Ängsten zu stellen. Ich selbst mag es auch nicht, mich unter vielen Menschen aufzuhalten, wenn ich keinen privaten Rückzugsort habe. Und wie auch Evan an seiner Schule ist er in ein Missverständnis ins nächste gestolpert. Evan ist ein ruhiger Teenager, der nicht gern in den Mittelpunkt gerät. Es gibt auch bei mir Momente … gerade die freien Tage in meiner Woche … in denen ich dazu auch keine Lust habe. Wo ich einfach keine Kraft habe, mich mit meinen Ängsten auseinander zu setzen. Ich bin genau wie Evan nicht gerne im Mittelpunkt. Ich hasse es, wenn die volle Aufmerksamkeit von ganz vielen Leuten nur auf mir liegt. Und das ist auch vollkommen okay. Ich habe vollstes Verständnis für Menschen, die Probleme dieser Art haben. Jedoch habe ich Angst, dass andere mich nicht verstehen. Und ich rede auch nicht gerne von selbst darüber. Ich will nicht, dass andere mich wie ein rohes Ei behandeln. Genau wie Evan. Teilweise hatte ich das Gefühl, dass Evan und ich dieselbe Person sind! Wer hatte noch von euch das Gefühl?

Ich will, dass andere Menschen Verständnis zeigen, aber ich will nicht, dass sie um mich fliegen wie ein Helikopter und ständig fragen, wie es mir geht. Ich verstecke deswegen gerne meine Ängste und wenn mich jemand fragt: „Ist alles gut bei dir?“ Antworte ich nie wahrheitsgemäßg. Ich antworte immer mit „Ja, alles gut.“
Seit dem ich Anfang des Jahres eine ganz schlimme psychische Phase hatte, habe ich mir hundert Ausreden erfunden, warum ich nicht unter Menschen will. Ich liebe meinen Job, aber es gab Tage, da musste ich mich zwingen zur Arbeit zu gehen, weil ich Angst hatte, dass irgendwas passiert. Ich kann nicht sagen wovor genau ich Angst hatte. Mich hat der Fakt von Menschenmassen gestresst. Die Angst vor der Angst hat mich fertig gemacht. Obwohl ich ehrlicherweise niemals ein Problem hatte. Ich erschaffe mir die Probleme selber im Kopf. Darin bin ich ein verdammter Profi.

Ich habe bedenken, was die Leute denken, wenn ich ihnen erzähle, warum ich wirklich nichts mit ihn machen möchte. Nicht, weil ich sie nicht mag. Und dann verstricke ich mich selbst in Ausflüchten und Ausreden und weiß manchmal selbst nicht mehr, was ich gesagt habe. Dann verstehen die Leute das vielleicht falsch und irgendwie kommt man nie dazu, das ganze wieder auszugleichen, weil irgendwann der Moment gekommen ist, wo man denkt: jetzt ist es zu spät. Und dann macht man weiter. Auch Evan ist aus der Spirale nicht mehr rausgekommen, weil er Angst hatte etwas zu sagen.

Ich will euch mit dem Beitrag zeigen, dass nicht alles Friede. Freude, Eierkuchen ist und #perfectlife. Es gibt immer Menschen unter uns, die auf den ersten Blick vielleicht perfekt erscheinen, aber dem ist nicht so. keiner ist perfekt. Nur streben wir alle nach Perfektion.

xoxo Vera

Gewinnspiel

Während der Blogtur verlosen wir 3 Printexemplare! Was ihr dafür tun müsst? Beantwortet bei mir einfach folgende Frage: Hattet ihr schon einmal selbst mit Ängsten zu kämpfen?

Jeder Beitrag enthält eine individuelle Frage zum Beitrag, die in den Kommentaren des Beitrages beantwortet werden muss.
Pro sinnvoll beantworteter Frage kommt für den Teilnehmer ein Los in den Lostopf.
Teilnahme ab 18 Jahren oder mit Einwilligung des /der Erziehungsberechtigten.
Es zählen nur die Antworten, die als Kommentar unter den jeweiligen Blogbeiträgen bis zum Samstag, 07.09.2019, 20:00 Uhr abgegeben werden. Ausgelost wird am Sonntag, den 08.09.2019.
Eine Barauszahlung und der Rechtsweg sind ausgeschlossen.
Die Teilnahme ist gleichzeitig das Einverständnis, dass der Name im Gewinnfall öffentlich genannt wird und die Adresse zum Zwecke des Gewinnversands an den cbj-Verlag übermittelt werden darf. Die Adresse wird nur zu Gewinnspielzwecken gespeichert und nach Versand der Gewinne gelöscht.
Der Versand der Gewinne erfolgt innerhalb der EU und in die Schweiz.
Für den Verlust auf dem Versandweg wird keine Haftung übernommen.
Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.

Hier findet ihr die weiteren Daten unserer Blogtour. Es lohnt sich bei jedem vorbeizuschauen!

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12 Gedanken zu “Dear Evan Hansen | Buchtour

  1. Hinsichtlich des Gewinnspiels bin ich raus, ich möchte nur Folgendes loswerden:

    Ich kann es überhaupt nicht leiden, wenn „Ist alles gut bei dir?“ als Floskel gemeint ist, die eigentlich gar keiner Antwort bedarf, weil gar kein ehrliches Interesse dahintersteckt. Daher bin ich irgendwann mal dazu übergegangen, frei nach Malmsheimers „Wer mich etwas fragt, darf sich nicht wundern, wenn er Zeuge eines Antwortversuches wird!“, diese Frage immer offen und ehrlich zu beantworten auch wenn es mir hundsmiserabel ging. 🙂

    Das hatte zum einen den Vorteil, dass die Leute, die es nicht wirklich interessierte, nicht mehr so häufig gefragt haben und die, die es interessierte – eine überschaubare Zahl mir nahestehender Menschen – immer genau wussten, woran sie bei mir waren.

    Und – ich bin weit davon entfernt, Ratschläge geben zu wollen, denn auch Ratschläge sind Schläge, aber ich gebe zu bedenken, dass, wenn Du auf die Frage „Ist alles gut bei Dir?“ nicht halbwegs wahrheitsgemäß antwortest, Du es anderen Menschen schwerer machst, Deine Situation einzuschätzen und Verständnis aufzubringen.

    Wenn Du also im Fall des Falles ehrlich antwortest, wenn es Dir nicht so gut geht, wird man eher Verständnis haben, wenn Du äußerst, dass Du gerade keine Lust hast, Zeit mit anderen Menschen zu verbringen. Dann musst Du Dir auch keine Entschuldigung aus den Fingern saugen und nicht im Kopf behalten, bei wem Du mit welcher Begründung abgesagt hast. 😉

    Allgemein gilt: Wenn jemand eher introvertiert ist, und nicht unbedingt immer Leute um sich herum braucht, gibt es nicht den geringsten Grund, sich dafür zu rechtfertigen. Das ist dann eben halt so.

    Wie auch immer, wie sagt man so schön: „Just my two cents.“ 😉

  2. Ich hatte auf jeden Fall schon mit Ängsten zu kämpfen, aber ich glaube, so geht es jedem. Auch aktuell gibt es bei mir da einiges. Zum Beispiel habe ich echt Angst, meine Bachelorarbeit nicht so hinzubekommen, wie ich es mir vorstelle und eine schlechte Note zu kassieren oder gar durchzufallen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es irgendjemanden gibt, der noch nie Angst vor etwas hatte.

  3. Hach ich kann dich so gut verstehen. Mir geht es ähnlich. Ich mache mir meine Probleme auch immer selbst und ich weiß, dass mit Freunden treffen die beste Möglichkeit ist, um mich von irgendwas abzulenken. Und trotzdem sage ich in so einer Situation einfach ab, ich hab sogar mal den Geburtstag von meinem Freund „geschwänzt“ weil es mir nicht so gut ging, dabei hätte ich so unglaublich viel Spaß gehabt, wenn ich gegangen wäre. Aber ich konnte einfach nicht.
    Danke dir für diesen tollen Post, du gibst mir das Gefühl mich zu verstehen.

  4. Wie Isa, so denke auch ich, dass jeder schon mal mit Ängsten zu tun hatte.
    Was mich angeht, so waren es zuletzt diffuse, nicht greifbate Ängste, die besonders abends starke Panikattacken zur Folge hatten. Es ging ohne ersichtlichen Auslöser los und es halfen nur aufstehen und bewusst entspannen. Nach einem Monat kehrte zum Glück wieder Ruhe ein…

  5. Ich hatte in meinem Leben schon öfters mit Ängsten zu tun und besonders schlimm hat es mich 2017 erwischt. Damals litt ich an einer Angststörung. Mit Hilfe meiner Familie und einer Therapeutin habe ich diese zum Glück mittlerweile überwunden.

  6. Hallo,

    ich hatte als jüngeres Kind mal mit Ängsten zu tun, die zum Glück durch mein wachsendes Selbstvertrauen vorbeigingen. Viele Jahre habe ich nicht so vielfältig gegessen, weil ich Angst hatte, dieses und jenes Obst oder Gemüse könnte mir nicht schmecken. Ich habe mich auch nicht getraut, allein unterwegs zu sein oder fremde Leute anzusprechen, auch wenn es nur die Bestellung im Restaurant war.

    Liebe Grüße

    Daniel

    • Hey!! Dieses „nicht alleine unterwegs sein“ ist ähnlich bei mir. Aber nur in bestimmten Situationen. Ich mag zum Beispiel gerne alleine sein, aber ich hasse fremde Menschen. Und viele Menschen. Ausweglose Situationen, die ich nicht km griff habe.. sowas.😞

  7. Guten Morgen,
    vermutlich kennt jeder Ängste, mal mehr und mal weniger ausgeprägt. Der eine gibt es zu, der andere nicht…
    Ich fühle mich in (größeren) Menschengruppen, in denen sich scheinbar alle kennen, nicht wohl. Früher schon, in der Schule, fiel es mir schwer, mich zu integrieren, ich stand eigentlich meistens außen vor. Einfach, weil ich nicht wusste, wie man das macht: Freundschaften schließen, irgendwo dazu gehören. Ich habe es irgendwie nicht so richtig gelernt, vermutlich, weil meine Eltern auch eher zurückgezogen leben. Ab dem Studium wurde es etwas besser. Die Leute sind älter, sie versuchen eher, einen zu verstehen und zu integrieren. Es wurde per Se nicht mehr so stark ausgegrenzt. Aber auch heute merke ich immer wieder, dass es mir schwer fällt, mit anderen ins Gespräch zu kommen. Ich habe das Gefühl, mich aufzudrängen. Für mich ist es nach wie vor hilfreich, wenn andere mich einbeziehen. Wenn ich weiß, dass ich willkommen bin, dann wird es leichter.
    Ich wünsche dir eine schöne Woche
    LG
    Yvonne

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