Rosa und blau. Wie zwei Farben die Geschlechter definieren.

Hallo ihr Lieben,

Heute gibt es ein Thema, welches mich persönlich tagtäglich beschäftigt.

Dieses Thema brennt mir schon eine Weile auf der Zunge. Gerade, da ich täglich auf Arbeit mit dieser Differenzierung zu tun habe. Ich arbeite im Schuhhandel und die Kinderschuhe nehmen 1/3 der Verkaufsfläche ein.

In der Kinderabteilung höre ich oftmals Sätze wie:

„Das sind aber Jungsschuhe.“

„Sind das Jungs- oder Mädchenschuhe?“

„Der Schuh ist rosa. Der ist für Mädchen, nicht für Jungs.“

„Das ist ein Mädchen und der Schuh sieht mir sehr nach Jungsschuh aus.“

„Seit wann ist orange eine Mädchenfarbe?“

„Zieh den Schuh wieder aus. Den nehmen wir nicht. Das ist nichts für dich.“ (Vorzugsweise zu kleinen Kindern)

Und das ist nur ein Auszug von den Sachen, die ich tagtäglich höre. Das macht es für mich gerade auch sehr schwer, Schuhe zu verkaufen. Die Eltern und auch Oma und Opa sind so erpicht darauf, dass die Schuhe die passende Farbe für das Geschlecht haben, dass die Passform oftmals nur als Punkt zwei angesehen wird. Und das ist für die Kinder nicht gerade von Vorteil. Mir persönlich ist das vollkommen egal, welches Kind nun welche Schuhe trägt. Gerade im Kleinkindalter, sind Kinderfüße noch gleich. Egal, ob Mädchen oder Junge. Und da haben die Schuhe auch dieselbe Schnittform.
Jedoch muss ich bei Kunden immer vorsichtig sein, welches Geschlecht die Kinder haben, denn 90 Prozent reagieren patzig, wenn man nicht auf den ersten Blick sieht, welches Geschlecht das Baby hat. (Verstehe auch nicht, was daran so schlimm ist.) Gleich 3x patziger reagieren sie, wenn man für ein Mädchen einen blauen/grauen/grünen (durch jeden beliebige „Jungsfarbe“ zu ersetzen) Schuh anbieten will. Aus diesem Grund zeige ich oftmals nur (scheinbar) passende Schuhe für das Geschlecht und füge/zeige dann noch hinzu, dass es auch noch Modelle in anderen Farben gibt. Ich betone dann immer, dass ich nicht finde, dass diese Schuhe ausschließlich für Jungs oder Mädchen sind.
Erst einmal gab es den Fall, dass eine Frau zu mir sagte: „Es muss nicht rosa sein, außer mein Mädchen will das. Wir haben es nämlich schon getestet: Ihr wächst nicht plötzlich ein Penis, wenn sie blaue Schuhe trägt.“ In diesem Moment war ich so perplex, dass ich sie erstmal nur angestarrt habe. Im nächsten Moment haben wir darüber gelacht und uns über die Geschlechterfarben unterhalten.
Eine von hunderten Kunden pro Tag. Ist das nicht traurig?

Es gibt grüne, blaue, rosa, gelbe, graue, rote und braune Schuhe. Es gibt alle möglichen Farben, die man am Fuß tragen kann. Durch die Wandlung der Gesellschaft wurden Rottöne zu einer Frauensache und Blautöne zu denen von Männern. Die Kinder werden geboren ohne Vorurteile zu Spielzeug und Farben.
Wir Erwachsenen drängen sie in die Sparte. Ein Kind, egal ob Mädchen oder Junge, würde mit jedem Spielzeug spielen. Aber nein. Jungen bekommen Feuerwehrautos geschenkt und Mädchen Puppen. Die Kinder haben also gar keine Wahl.

Natürlich ist nicht jeder so, aber die große Mehrheit. Gerade die ältere Generation und die Sozialschwachen, legen besonders großen Wert auf die Farben.
In den letzten Tagen hatte ich ein paar Kundinnen, die eher neutrale Farben für ihre Mädels wollten. Nicht gerade Pink. Aber was ist eine neutrale Farbe? Weiß, grau und schwarz werden von den Kunden als neutrale Farben angesehen. Schwierig.

Was jedoch eher akzeptiert ist: Mädchen in blauen und grünen Sachen, als Jungs in rosa Sachen. Das ist immer noch ein absolutes No Go. Was denke ich unter den Jungs auch als absolutes No Go zählt. Da fallen dann schnell mal Worte wie „Schwuchtel“ und „Schwulette“ als Beleidigung. Nur, weil man rosa trägt?
Jedoch ist mir das wirklich nur bei einen rosa/pink Ton aufgefallen. Rot ist allerdings absolut legitim. Letztes Jahr gab es eine Rotwelle in der Modeindustrie. Da waren komplett rote Schuhe für Herren der absolute Hit.

Ein anderes Beispiel: der Praktikant trug ein rosa Hemd. Meine Chefin kam sofort zu ihm und sagte: „Sie sehen heute fantastisch aus!“ Da antwortete er mit einem ausländischen Akzent: „Wirklich? Meine Freunde sagen, dass die Farbe nur schwule Leute tragen.“ Meine Chefin verneinte das und sagte ihm, er solle sich neue Freunde suchen. Auf der einen Seite, war das eine super Aktion von meiner Chefin, allerdings finde ich es von den sogenannten Freunden einfach nur unter aller Sau, dass „schwul“ als Schimpfwort dort gilt. Wann ist das eigentlich passiert? Mir persönlich ist aufgefallen, dass dieses Thema unter Männern auch sehr heikle ist.

Was habt ihr so für persönliche Erfahrungen zu diesem Thema? Was denkt ihr darüber?
Eure Kommentare würden mich sehr interessieren.

xoxo Vera

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36 Gedanken zu “Rosa und blau. Wie zwei Farben die Geschlechter definieren.

  1. Hallo 🙂
    Diese Geschlechtereinteilung bekomme ich auch immer wieder mit (ich bin angehende Lehrerin) und sie beginnt bei den Farben und kennt kein Ende.
    Schlimm finde ich besonders Aussagen wie „Männer weinen nicht“, wenn sich ein kleiner Junge das Knie aufschlägt. Das ist natürlich nur ein Beispiel, aber solche Aussagen gibt es in alle Richtungen und den Kindern wird von Erwachsenen (oft auch unbewusst) ein Klischee aufgezwungen..
    Ebenso schlimm finde ich die Beleidigungen, die du auch schon angesprochen hast. „Boah wie schwul ist das denn?“ ist ein viel zu alltäglicher und akzeptierter Satz in unserer Gesellschaft…
    Danke, dass du mit deinem Beitrag auf diese Thematik aufmerksam machst!

    Liebe Grüße,
    Nora

    • Liebe Nora,

      danke für dein Kommentar!
      Ich finde auch diese Diskussionen über das „schwul sein“ ganz schlimm. Sehr traurig, dass das ein Schimpfwort geworden ist. Ich frage mich, wie es dazu kam.

      Gerne

      xoxo Vera

  2. Huhu,

    ich glaube es ist teilweise zwangsläufig so, dass man um dieses Farbenproblem nicht drumherum kommt. Ich habe ja ein Zwillingspärchen und, obwohl von uns nicht gewollt, war es anfangs so, das wirklich alles rosa und blau war. Und trotzdem war die Frage aller Fragen immer und immer wieder: Sind das Zwillinge? Sind das zwei Jungs oder sind das zwei Mädchen? Das war manchmal ganz schön nervig. Doch selbst heute ist der halbe Kleiderschrank meiner Tochter Rosa, nicht , weil es ihre Lieblingsfarbe ist, sondern, weil die meiste Kleidung in der Mädchenabteilung eben einfach rosa ist. Wir sehen das aber alles nicht so eng und so tauschen die Beiden auch öfter mal Klamotten. Mein Sohn leiht sich gerne mal die Einhornpantoffeln aus oder Madame eine Batmannjacke. Alles ganz entspannt.
    Trotzdem habe ich mir oft genug gewünscht auch neutrale Farben kaufen zu können.
    Bei Schuhen ist es bis heute tatsächlich so, dass wir meist das gleiche Paar eben in rosa und in blau kaufen um sie unterscheiden zu können, aber zum Beispiel haben sie auch Winterstiefel beide in braun – das ist dann beim Anziehen allerdings meist ein bisschen schwierig für die Kinder die Schuhe auseinanderzuhalten.

    Natürlich sollen Schuhe schick aussehen, aber bequem müssen sie auch sein 🙂

    Liebe Grüße
    Konzi von Lagoonadelmar

    • Liebe Konzi,

      das ist super interessant. Diese Seite, dass es ja auch Zwillinge gibt, und man da einen Unterschied zeigen will, ist mir noch gar nicht gekommen. Danke für diesen Blickwinkel. Natürlich verstehe ich das, dass ich dann auch für die Kinder und Erwachsenen schwer wird bspw die Schuhe und Jacken auseinander zu halten. Oftmals haben Zwillinge ja auhc die gleiche Größé.

      Im Krankenhaus gibt es ja auch die Unterscheidung bei der Geburt. Mit Farben lässt sich natürlich alles optisch besser darstellen. : )

      Ich finde nur solche Aussagen von Erwachsenen, von wegen „das darfst du nicht anziehen“ ganz schlimm!

      xoxo Vera

      Es stimmt, dass im Handel bei den jüngeren wirklich nur rosa oder blau ist. Deswegen ist es einfach nicht unvermeidbar, dass man so etwas dem Kind kauft. Man hat einfach keine andere Wahl.

  3. Hey Vera,
    ich finde deinen Beitrag toll. Vor allem, da das Informationen aus erster Hand sind. Diese beiden Farben sind bei vielen einfach im Kopf verankert. Aber heutzutage müsste es eigentlich möglich sein jede Art von Farbe tragen, egal welches Geschlecht man hat.
    Liebe Grüße,
    Sophia

  4. Hey Vera,
    dieses Thema hat mich in den letzten Wochen auch ziemlich beschäftigt.

    Mein Neffe (5) erzählte aus seinem Kita-Alltag und erwähnte dabei ganz selbstverständlich, dass ein Mädchen einen „Mädchenrucksack“ hat. Auf Nachfrage habe ich erfahren, dass die Definition für „Mädchenrucksack“ scheinbar Pferdemotive und die Farbe Rosa beinhaltet. Ich habe ihm dann ganz vorsichtig erklärt, dass Pferde und Rosa nicht automatisch nur für Mädchen sind, und er hat nach erster kurzer Verwirrung zugestimmt und gesagt, dass er den Rucksack schön fand. Aber die Verwirrung war immer noch da. Rosa ist in seiner Vorstellung für Mädchen, Pferde genau so. Er selbst begeistert sich für den „Spinnenmann“, also Spiderman. Ob und wie stark das von seinen Peers kommt, kann ich nicht beurteilen. Da Spiderman aber ein unter anderem rotes Kostüm trägt, scheint Rot okay zu sein.

    Wenige Tage später hat er mir ein neues Kuscheltier gezeigt, dass seine Mutter von einer Reise mitgebracht hat: Einen handgenähten Dinosaurier aus gestreiftem Stoff – in verschiedenen Stufen von Rosa, Rot, Orange. Er findet ihn super, „obwohl das Mädchenfarben sind“. Auch da habe ich mich sofort eingeschaltet und dabei die Farbe erst mal unerwähnt gelassen: Ich: „Das ist ein sehr schönes Kuscheltier, ich mag Dinosaurier.“ Er: „Aber Dinosaurier sind doch was für Jungs!“ Ich: „Ich finde Dinos spannend! Welchen magst du am liebsten? Mein Lieblingsdinosaurier war immer der Triceratops.“ Er: „Weiß ich nicht. Aber Dinos sind doch für Jungs!“ Das drehte sich dann eine Weile im Kreis, er war sehr verwirrt davon, dass mir als „Mädchen“ Dinos gefallen. (Mit seinem Feuerwehrauto zu spielen ist für Mädchen aber okay. Warum er zwischen Dinosauriern und Feuerwehrautos unterscheidet, erschließt sich mir auch nicht. Wo liegt für ihn die Grenze zwischen „Mädchen-“ und „Jungsdingen“?) Etwas später kam das Gespräch dann doch auf die Farbe des Kuscheltiers, als er wieder sagte, er mag es, obwohl „das Mädchenfarben sind“. Ich habe ihm erklärt, dass Rosa nicht nur für Mädchen ist und Blau durchaus auch von Mädchen getragen werden darf, obwohl es ja gesellschaftlich als „Jungsfarbe“ gesehen wird. Zu dem Zeitpunkt trug ich kein einziges Kleidungsstück in „Mädchenfarben“, meine Schwester – seine Mutter – neben mir genau so. Auch da war er wieder sehr verwirrt, meinte aber irgendwann, dass das okay ist. Jungs dürfen Rosa und Pferde mögen, Mädchen dürfen Dinosaurier und Blau mögen.

    Während dieser Erklärungsversuche meinerseits hat seine Mutter sich zurückgehalten und mich machen lassen. Sie hat die Situation beobachtet und nicht eingegriffen. Erst gegen Ende, als seine Verwirrung so groß war, dass ich schon fast dachte, er fängt an zu weinen (Ehrlich, was ist gut an einer Gesellschaftsnorm, wenn das Aufklären über ihre Grenzen Kinder zum Weinen bringen kann?!), hat sie sich eingeschaltet und meinen Standpunkt unterstützt. Mein Neffe wusste scheinbar nicht recht, was er von den Dingen halten sollte, die seine Tante ihm erzählt, doch als seine Mutter dem Gesagten zustimmte, war er beruhigter. Ich habe allerdings nicht das Gefühl, dass er es wirklich verstanden hat und in Zukunft rosa Pferderucksäcke nicht mehr als Mädchenrucksäcke bezeichnet. Diese Gespräche waren vermutlich ein Tropfen auf den heißen Stein des Kindergartenalltags. Ich hoffe einfach, dass er mit der Zeit begreifen wird – und falls ich jedes Mal, wenn er Farben bestimmten Geschlechtern zuordnet, weil er es in der Kita so lernt, mit ihm diese Themen erneut durchkauen muss, dann werde ich es gern tun. Hauptsache ist, dass er sich irgendwann selbst verwirklichen kann, ohne durch die Erwartungshaltung der Gesellschaft von seinen persönlichen Vorlieben abgebracht zu werden – und ob das Rosa oder Blau oder irgendeine andere Farbe ist, ist seine ganz eigene Entscheidung.

    Die Benutzung von „schwul“ als Schimpfwort war ganz groß in Mode, als ich zur Schule ging. Besonders in der fünften bis siebten Klasse habe ich beinah täglich gehört, wie einige Jungs sich gegenseitig als „Schwuchtel“ oder ähnliches bezeichneten und das ganz eindeutig negativ meinten. Mein bester Freund zu der Zeit war einer derjenigen, die ständig damit zu kämpfen hatten. Ich wusste nicht, wie er orientiert war, aber ich bin den entsprechenden Personen regelmäßig an den Kragen gegangen. Allein die Tatsache, dass „schwul“ so negativ konnotiert war, dass man andere damit beleidigen wollte – und konnte! -, bringt mich auch heute noch auf die Palme. Glücklicherweise hat sich in den letzten Jahren an der allgemeinen Wahrnehmung der Gesellschaft dahingehend einiges getan, aber bis es in den Köpfen der Einzelpersonen angekommen ist und sich die Verhaltensmuster ändern, wird es wohl noch ein Weilchen dauern. Vielleicht noch ein paar Generationen – schließlich werden diese Werte intensiv in der Erziehung und durch Vorbilder vermittelt.

    Ich finde es super, dass du Versuche unternimmst, diese Geschlechterthematik in deinem Beruf anzugehen. Selbst, wenn die Kunden letztendlich ihren eigenen Kopf durchsetzen und in die rosa-hellblau-Falle tappen, werden sie bemerken, dass es auch andere Meinungen dazu gibt und vielleicht irgendwann den Farben beim Schuhkauf für ihre Kinder keine Beachtung mehr schenken.

    Liebe Grüße,
    Henrike

    • Danke, liebe Henrike. Ich stimme dir komplett zu und finde die Geschichte von deinem Neffen ganz zauberhaft und super schön, dass du ihm das so erklärt hast. Und auch toll, dass die Mutter auch gleich dir beiseite gestanden hat! ❤

      Ich meine, die Kunden haben eben oftmals keine Wahl. Es gibt nur rosa oder blau. Aber die kann man trotzdem beiden anziehen.
      Ich bin schon froh, über jeden Kunden, dem es langsam egal ist. : )

      xoxo Vera

      • Stimmt, die Produzenten sollten ihr Angebot auch etwas ausweiten und nicht nur rosa und blau anbieten. 🙂

        Ich fand es auch gut, dass meine Schwester mir nicht widersprochen hat – das hätte genau das Gegenteil dessen bewirkt, was ich erreichen wollte.

        Liebe Grüße,
        Henrike

  5. Hallo Vera,
    eine toller Beitrag! Ich persönlich finde es auch nicht schlimm, wenn ein Mädchen blau und ein Junge pink trägt. Allerdings ist an der „typischen“ Farbe die man den Geschlechtern zuordnet, MÖGLICHERWEISE tatsächlich was dran. Ich möchte an zwei Punkte in deinem Beirag anknüpfen: Die Farben wurden durch die Gesellschaft zugeordnet. Das stimmt, früher, so vor 100 Jahre, waren Jungs und Mädels so ziemlich gleich gekleidet. Aber irgendwann musste Farbe her. Und da wurde dann eben pink für Mädchen gewählt und blau für Jungs. Ich denke mir immer, dass diese Empfindungen ja nicht von irgendwo herkamen. Es gab mal eine Studie, da hat ein Forscher behauptet, das Frauen die Wellenlängen von roten Licht besser wahr nehmen können. Leider habe ich diese besagt Forschung noch nicht gefunden, aber möglich ist es. Der zweite Punkt beschäftigt sich mit den Spielzeugen. Eine andere Studie hat mit Kleinkindern (2-5 Jahre) einen Test durchgeführt: Sie haben Spielzeuge mit gender-typischer Form bekommen, und dieses dann jeweils in gender-typischen Farben & Crossover (Also zum Beispiel ein pinker Soldat). Und man konnte tatsächlich erkennen, dass Mädchen sobald etwas pink ist, zugreifen. Kinder in diesem Alters scheinen schon von alleine ein gewisses Interesse an Geschlechtern und geschlechter-typischen Dingen zu haben. Es sind also in diesem Sinne nicht nur die Eltern dran „Schuld“. Es gibt sogar ein Phänomen bei Mädchen, das in einer bestimmten Phase auftritt. In dieser Phase möchte das Kind unbedingt pink haben. Natürlich kann man das nicht auf alle Mädchen beziehen. Ich selbst war eher „jungenhaft“ unterwegs. Mit diesen Beispielen will ich nur zeigen, dass es eventuell auch einen biologischen Hintergrund hat, dass Mädchen auf „mädchenhaftes“ und Jungs auf „jungenhaftes“ stehen und man nicht Grundsätzlich der heutigen Gesellschaft alles „anhängen“ kann . Wenn du willst, kann ich dir auch die Links zu den Papern geben 😉

    Aber jetzt mal ganz ohne Biologie: Die Gesellschaft übertreibt natürlich! Gerade dieses etwas hysterischen Eltern die es ganz und gar nicht einsehen, wenn das Kind nicht geschlechtsspezifisch (nach gesellschaftlichen Kriterien natürlich) gekleidet ist, oder nicht den passenden Sport macht, regen mich auf. Ich hoffe, das unsere Generation dass in 10, 15 Jahren besser machen wird.

    Liebe Grüße,
    Pia

    • Liebe Pia,

      Vielen dank für diesen tollen Kommentar! Von dieser Seite habe ich das gar nicht betrachtet. Ich glaube, dass du in gewisser Weise Recht hast und dass es soetwas bilogisch gibt. Ich werde mich da aufjedenfall auch mal schlauer machen im World wide web.

      dankeschön ❤

      xoxo Vera

    • Hallo Pia,
      Tatsächlich waren die Farben früher umgedreht, da haben Mädchen Blau getragen, was quasi als sanfte Farbe gesehen und mit der Jungfrau Maria verbunden wurde, und Jungen Rosa, weil das als das „kleine Rot“ galt und Rot mit Kraft verbunden wurde weswegen es Männerfarbe war. [Und vorher hatten einfach alle Babys weiß an, weil das am einfachsten zu waschen ging] Das hat sich dann zu der heutigen Verteilung gewandelt, warum auch immer.
      Und zu der Spielzeugstudie denke ich einfach, das auch Kleinkinder schon so von ihrer Umgebung beeinflusst wurden, dass sie automatisch die Farben nehmen die ihnen auch von der Familie immer gegeben werden. Wenn schon Babys nur die „ihrem Geschlecht zugehörige“ Farbe bekommen, in Kleidung, Spielsachen, Kuscheltieren usw., dann denke ich ist es natürlich dass sie sich dafür eher interessieren. Vor allem wenn spielen mit den Sachen des „anderen Geschlechts“ untersagt wird. Inwiefern trotzdem biologische Faktoren vorliegen könnten weiß ich natürlich nicht.
      Liebe Grüße,
      Sam

      • Ich habe ja auch kein Problem, wenn ein Mädchen oder Junge, rosa/blau tragen will. Ich wünsche mir nur, dass jeder die Farbe tragen kann die er will, ohne als Kind da die falschen Einflüsse zu bekommen.

        Aber du hast schon Recht. Dieser Fakt, dass das Spielzeug mit den Farben natürlich dann auch passt hab ich gar nicht bedacht. Die biologischen Faktoren kann ich auch nicht beurteilen. Bin kein Bioexperte xD

  6. Hallo, Vera!
    Na, da hast du ja ein hübsches Diskussionsthema angeschnitten. Im Grunde dachte ich, dass wir als aufgeklärte Erwachsene inzwischen alle der Meinung seien, dass es völlig egal ist, welche Farben wir tragen und das auch unseren Kindern so weitergeben. Offenbar ist das aber nicht so. Schon komisch.

    Besonders komisch, weil – und ich weiß nicht, ob du das weißt, oder es schon jemand hier gesagt hat – früher, also Ende des 19 Jahrhunderts, blau im Großteil Europas eine feminine Farbe war. (Vermutlich zurückzuführen auf die angebliche Kleidung der Jungfrau Maria.) Pink sah man als eine kindliche Version von Rot an, was als sehr maskulin galt. Dass rosa mit Schwulen assoziiert wird, liegt vermutlich daran, dass vor und während des zweiten Weltkriegs Homosexuelle mit einem rosa Stern gekennzeichnet wurden. Manche Dinge sind wohl einfach zu sehr in den Menschen verankert, als dass man es einfach so ausradieren könnte.

    Nun, ich denke, wir müssen es einfach besser machen. Sollte ich also jemals ein Söhnchen haben, dann lass ich ihn die pinken Emily-Erdbeer-Leuchtstiefel anziehen, wenn er das will. Und ein Töchterchen die blitzblauen Bob-der-Baumeister-Treter. Und überhaupt: Warum zur Hölle sollte ich meine Kinder farbcodieren, damit Fremde wissen, was für Genetalien mein Baby hat? Hallo?
    LG, m

    • Vielen Dank für deinen Kommentar!

      Ich dachte auch, dass wir alle normal denkende Menschen sind, aber so irrt man sich.
      Das mit den Farben habe ich schon mal gehört. (Ich bin zwar nicht so der Geschichtsfan, aber sowas kenn ich) Allerdings wusste ich nicht, dass die Schwulen mit rosa farbenen Sternen gekkenzeichnet wurden. Das wäre eine geschichtliche Erklärung. Sehr interessant!

      Und Bob der Baumeister ist super! Können wir das schaffen? YO WIR SCHAFFEN DAS!

      xoxo Vera

  7. Liebe Vera,

    Das Thema sorgt ja immer wieder für Aufruhr…ich halte es wie gehabt, das Recht/die Freiheit jedes einzelnen reicht soweit wie die bis zum nächsten. Was geht es mich an, was andere tragen? Welche Partner sie haben? Viele Menschen scheinen ein so trauriges Leben zu haben, dass sie sich mehr mit dem eines anderen beschäftigen. Ich weiß gar nicht, ob es eventuell mal nur eine Modeerscheinung war und sich dann einfach so in der Gesellschaft etabliert hat. Meines Wissens nach war rosa früher sogar mal eine „Männerfarbe“, aber da will ich jetzt auch nichts falsches behaupten 😀
    Ich kann mich dir nur anschließen, es ist absolut oberflächig und furchtbar, Menschen so etwas vorzuschreiben und vor allem den Kleinsten von uns damit gleich die Flaschen Werte auf den Weg zu geben. Wenn ein Junge rosa tragen möchte und damit glücklich ist, ist das doch wunderbar. Ebenso finde ich es schwachsinnig, wenn Eltern versuchen ihren Mädchen rosa auszutreiben, weil sie nicht möchten, dass sie gewissen Klischees entsprechen.

    Liebste Grüße ❤ Jill

  8. Liebe Vera,

    Danke für deinen Beitrag.
    Ich muss sagen, mir passiert es anders herum öfter. Gerade im Bereich Schuhe werde ich von den Verkäuferinnen schief angesehen, wenn ich meinen Kindern auch Schuhe aus dem „anderen Sortiment“ zum Anprobieren gebe. Wir haben alle einen relativ breiten Span, aber je größer die Schuhe, desto seltener finde ich etwas Passendes für die Nudel (von Schuhe für mich ganz zu Schweigen, aber darum geht es hier nicht). Gleichzeitig mögen meine Jungs gerne mehr Farbe am Schuh. Die Lieblingsschuhe von Knopf sind Lila mit Stern an der Seite. Solche Applikationen finden sich auf den schnittgleichen „Jungenschuhen“ aber eben selten bis gar nicht.
    Und natürlich zieht sich das bei der restlichen Kleidung durch. Die Gesellschaft bietet da eine so einfache, wie falsche Unterscheidungsmöglichkeit, da kann ich meinen Kindern noch so oft erklären, dass Farben kein Geschlecht kennen. Dass andere das nicht so sehen, wissen sie bereits im Kindergartenalter.

    Genauso übrigens die Nutzung von „schwul“. Eines Tages kam Keule von der Schule und meinte unverwandt, die oder das sei schwul. Auch da habe ich erst einmal aufgeklärt und ihn mit einfache Fragen ( was genau bedeutet das und wie meinst du das jetzt?) Dazu gebracht, das Wort nie wieder so zu verwenden. Wenn aber Eltern das nicht machen, oder das Wort selbst falsch benutzen? Wenn sexuelle Orientierung als Grund für Hähme angesehen wird, in der Familie, in der Umgebung, dann kann das Kind diesen Begriff nicht noch einmal überdenken.
    Das Grundproblem dabei ist ja, dass wie die geschlechterstereotypischen Farben, auch die Erniedrigung von Homosexuellen im Sprachgebrauch für viele alltäglich ist, so dass weder das eine noch das andere hinterfragt wird. Hier anzusetzen ist ermüdend und oft ohne schnellen Erfolg, aber eben verdammt wichtig, um diesen Zustand ändern zu können.

    LG
    Eva

  9. Ich hab als Kind häufig blaue Schuhe getragen und mein erster Schulranzen war grün, der 2. blau und der 3. schwarz.
    Rot konnte Ich laut Aussage meiner Mutter nie so sonderlich leiden. Das gilt bis heute für grelle Rottöne. Gedämpfte bzw. dunkle Rottöne mag Ich mittlerweile.
    Dass rot nur für Mädchen ist und blau für Jungs finde Ich persöhnlich interessant und auch seltsam.
    Eigentlich sollte es andersrum sein; farbpsychologisch betrachtet macht rot aggressiv und blau wirkt beruhigend. Agression wird von der Gesellschaft aber eher mit Männern in Verbindung gebracht und Ruhe mit Frauen.
    Deswegen galten rot und das „schwächere“ rosa bis ins letzte Jahrhundert hinein auch als Männerfarben (einer meiner Onkel hatte tatsächlich zur Firmung oder zur Kommunion ein rosa Hemd an). Blau galt als Farbe der Jungfrau Maria und war deswegen für Mädchen.
    Ich hatte ziemlich Glück, dass meine Mutter bei der Wahl der Spielzeuge, Klamotten etc. nie auf die Farbe geachtet hat sondern das gekauft hat, was den Kindern gepasst und gefallen hat.
    Bei meinen Großeltern war das allerdings noch furchtbar mit dieser Geschlechtertrennung.
    Bis heute bekomme Ich zumindest von einem Großelternpaar immer wieder „wieso willst du das du bist doch ein Mädchen“ zu hören.

    • Genau Das! Großeltern machen das teilweise kaputt. Da muss man dann als Elternteil eingreifen.

      Schön, dass deine Ma da nie so drauf geguckt hat. Meine hat das auch nicht getan. Sie hat mir das angezogen, was gepasst hat, preislich gut war und mir und ihr gefallen hat. Ich war nie ein rosa Ball.

      Ich hoffe und denke, dass die Generation sich langsam wandelt. Mein Bruder trug zum Abi auch ein bordeauxrotes Hemd und er ist weder schwul, noch habe ich ihm das aufgedrängt. 😊

      DANKE FÜR dein Kommentar!

      Xoxo Vera

  10. Wie ich mich auf diesen Beitrag gefreut habe :D!! ❤

    Wie du ja bereits weißt liegt mir viel an dem Thema, weswegen ich versuche wenigstens mein Umfeld etwas darauf zu sensibilisieren. Vor allem, da ich eine 2 jährige Nichte habe und ich mir für sie wünsche alles frei entscheiden zu können, ohne mit dem unbewussten Gedanken im Hinterkopf belastet zu sein, dass kann ich nicht, weil ich ein Mädchen bin.

    Aber selbst bei meiner Familie stoße ich auf dicke Wände. Meine Schwester meinte mal sie würde meine Nichte so lange in pinke, rosa und allg. "Mädchen"Klamotten stecken, bis sie alt genug ist um zu sagen, was sie will und was nicht ….:D Aber wie soll sie etwas anderes wollen, wenn sie vielleicht nichts anderes kennt ?
    Genauso habe ich versucht meiner Mama zu erklären, dass Lippenstift nicht nur für Mädchen ist, wie sie es ihrer Enkelin erklären wollte. Und nachdem ich meinte, Lippenstift kann jeder tragen – natürlich auch Jungs, drehte sie sich um und sagte: Lippenstift ist was für Mädchen!? (Aber bei so etwas bin ich Kompromisslos! )

    Dein Beitrag ist super und ich würde gern mehr davon lesen 😀

    Tolles,sehr weites und gern diskutiertes – aber vor allem wichtiges Thema!

    • Liebe Franzi,

      Das mit deiner Nichte finde ich wirklich krass. 😱 das klingt echt richtig hart mit dem Zwang. Kinder wollen ja schon früh ihren eigenen Kopf durchsetzen.

      DANKE für dein Kommentar 💕💕💕

      Da lass ich mal meinen Gedanken freien Lauf und gucke, was hier rauskommt. 😎

      Xoxo Vera

  11. Toller Beitrag!
    Ich bin immer tooodesgenervt von solchen Aussagen.
    Es soll doch bitte einfach jeder anziehen, was er will.
    Die Reaktion deiner Chefin finde ich übrigens super.

    Diese Gender-Scheisse fängt leider schon sehr früh an, aber kein Wunder, wenn die Eltern einem das schon in die rosane Wiege legen.
    Die Kids auf meiner Arbeit sagen oft: Können wir einen Film schauen? Aber diesmal keinen Jungen-Film!
    Nicht nur dass ich dann immer total ratlos bin weil ich überhaupt nicht weiß, welche Filme das sein sollen, reagiere ich meistens genervt. Während ich im Star Wars Pullover dort stehe, übrigens.

    Liebe Grüße,
    Nicci

    • Als was arbeitest du denn?
      Deine Pullis finde ich mega. 😀
      Ich denke, dass ein Jungsfilm was mit Action ist? Sowas wie Star Wars? Kein Plan. xD

      Die Kinder können ja selbst nichts dafür. Das sind ja die Erwachsenen, die da in der Entwicklung und unsere ganzen Medien, die da Einfluss nehmen. Das ist echt scheiße.

      xoxo Vera

      • Ich bin Erzieherin in einer Psychiatrie. Ich weiß, dass die Kids nichts dafür können, immerhin arbeite ich täglich mit ihnen. 😊
        Und genau darin sehe ich einen kleinen Teil meines Auftrags. Ihnen mit auf den Weg zu geben, dass es dieses typisch Junge und typisch Mädchen in solchen Fällen nicht gibt. Und dass sich niemand unwohl fühlen soll, weil er „Mädchenfilme“ toll findet, rosa trägt oder als Mädchen Fußball spielt.

        Eltern können wirklich so beknackt sein. Ich wünschte die Gesellschaft würde endlich mal den Stock aus dem Arsch ziehen.

      • Da hast du natürlich auch einen schweren Job. Aber ich finde es toll, dass du den Kindern das so beibringst. Ich kann mich dich richtig mit den bedruckten Shirts vorstellen. 😀

        Ich habe eben das Gefühl, dass es auch immer schlimmer wird m,it dem Mädchen und Jungskram.

  12. Hallo Vera,

    ich hab mich mit diesem Thema, vor allem mit der „toxischen Maskulinität“, auch schon beschäftigt.
    Rosa ist für Mädchen und blau für Jungen. Komischerweise dürfen Mädchen aber blau tragen (größtenteils), ohne irgendwie beleidigt zu werden, aber die Jungs kein rosa. Die dürfen sich dann meistens etwas anhören. Genauso ist es auch bei Röcken und Kleidern, sie sind zwar ursprünglich „für“ Mädchen, aber Mädchen dürfen trotzdem Hosen tragen und werden dafür nicht komisch angesehen. Wenn Jungen aber Röcke tragen…
    Der Hauptgrund dahinter ist wohl, dass alles weibliche immer noch degradiert wird und wir in der Emanzipation noch nicht so weit voran geschritten sind, wie man es behauptet. Jungen muss beigebracht werden, dass Maskulinität ein soziales Konstrukt ist und nichts weiter. Sie sind nicht weniger Jungen, wenn sie etwas gegendertes für sich beanspruchen.

    In meiner Freizeit arbeite ich ehrenamtlich als Kinderschwimmlehrerin und bringe Kindern im Alter von 4-7 das Schwimmen bei. Wie oft ich da auch schon mit solchen typischen Situationen konfrontiert wurde, ist Wahnsinn. Ein Kollege, mit dem ich öfter zusammen unterrichte, sagt zum Beispiel auch immer wieder Sachen wie: „Das kann aber nicht deine Lieblingsfarbe sein, du bist ein Junge!“ oder „Hör auf zu weinen, das machen Jungen nicht!“
    Ich versuche etwas dagegen zu unternehmen und ich liebe deinen Beitrag gerade deswegen sehr. Aber von einer ganzen sozialen Gemeinschaft so etwas Antrainiertes in Frage zu stellen, so dass auch alle in dieser Gemeinschaft darüber nachdenken und reflektieren, ist sehr sehr schwierig.

    Wir werden aber weiterhin unser Bestes geben :)!

    Liebe Grüße,
    Jessy

    • Liebe Jessy,
      wir werden immer kämpfen und hoffentlich alles anders oder besser machen. Hoffentlich gibt es mehr Leute wie uns.

      Die ältere Generation macht eben viel kaputt.

      xoxo Vera

  13. Liebe Vera,

    das ist ein toller Beitrag! Ich habe das große Glück, meine beiden Mädels sehr untypisch für Farben und Spielzeuge erzogen zu haben! Meine Große Tochter (14) liebt blau in allen Tönen, trägt am liebsten Outdoor Schuhe und da ist es egal, ob Jungs- oder Mädchenschuh, die sehen doch eh alle gleich aus (O-Ton der Tochter). Auch sonst ist sie kein typisches Mädchen (was ist das eigentlich), während andere Mädels in ihrem Alter sich beginnen zu schminken und tolle Kleider etc. suchen, liest meine Herr der Ringe und schaut Batman u.ä. 🙂 Ich liebe es!
    Meine Kleine (9) zieht sich gerne „mädchenhaft“ an, soll heißen Röcke und Kleider sind Pflicht – aber bitte nicht rosa, das ist für Babys (O-Ton: Babys, nicht Mädchen oder Jungs). Aber sie spielt am liebsten mit ihren Dinos oder dem Playmobil Drachenboot und den Drachenrittern 🙂

    In meiner Erziehung habe ich immer darauf geachtet zu schauen, was meinen Mädels gefällt, nicht was typisch ist! Das Problem waren immer die Großeltern: Dinos sind doch kein Mädchenspielzeug, die Schuhe sind doch für Jungs usw. Und da ich das meinen Mädels vorgelebt habe, haben sie bei solchen Kommentaren auch nur noch genervt reagiert „Mir gefallen die – ist doch egal!“

    Wir haben aber auch das Glück, in einer Schule zu sein, wo genau solche Sachen mehr als akzeptiert werden und die Kinder irgendwie alle so oder ähnlich denken, einfach weil die Eltern schon so denken.
    Ich finde das einfach nur stimmig. Leider ist das immer noch nicht die Normalität bei uns!
    Aber ich hoffe auf eine neue, nächste Generation, die viel bewußter mit dem Thema umgeht!

    Liebste Grüße Anett

    • Liebe Anett,
      ich finde es toll, wie du deine Mädels erziehst. Was auch immer sie wollen. Ich selber hatte auch eine sehr geschlechtsneutrale Kindheit. Meine Ma hat dieses rosa Rüschen Kram mir nie angezogen, weil sie es nicht praktisch fand. und später durfte ich mir raussuchen, was ich wollte. Meine Lieblingsfarbe war und ist immer grün. xD Auch, wenn ich jetzt total doe rosa Töne liebe bei Klamotten etc. Ändert sich ja immer wieder. : )

      Danke für deinen ausführlichen Kommentar.

      xoxo Vera

  14. Ich finde dieses Blau-Pink-Denken so unheimlich. Ich kann das absolut nicht nachvollziehen und kann nicht verstehen, wie man seine Kinder freiwillig so eingrenzen kann.
    Wenn dem Sohn pink gefällt, soll er es doch tragen, wenn die Tochter Fußball spielen möchte, warum denn nicht?
    Letztendlich ist doch nur wichtig, dass die Kinder glücklich sind. Welche Farben sie dabei tragen, mit welchem Spielzeug sie spielen, welchem Sport sie nachgehen und wen sie lieben – das alles spielt doch überhaupt keine Rolle.
    Es ist unglaublich traurig, das noch immer in so vielen Köpfen diese Vorurteile und Begrenzungen durch Farben und Klischees festhängen. Leider müssen diese erst aus den Köpfen verschwinden, ehe sie aus der Welt verschwinden können.

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