Unpopular Opinion: ich finde Captain Marvel nicht episch.

Hallo liebe LeserInnen,

aktuell schießen die Kritiken zu Captain Marvel aus jeder Ecke. Auf Twitter lese ich ganz viele begeisterte Stimmen.

Da auch meine liebsten Freunde wie Julia von BumfuzzledNerd, Jule von Miss Foxy Reads, Julia von The Book Dynasty und Sandra von Piglet and her books mega begeistert von dem Film waren, habe ich gar nicht damit gerechnet, dass er mir nicht gefallen könnte.

Voller Vorfreude bin ich ins Kino gestiefelt und habe es mir mit Popcorn und einer Fanta bequem gemacht. 124 Minuten konnte mich der Film gut unterhalten und ich fühle mich vorbereitet für den letzten Avengers Film, der im April erscheint. Trotzdem, ich war nicht hundertprozentig zufrieden. Als ich den Saal verlassen habe, hat mir das epische Gefühl gefehlt, was ich sonst bei so vielen anderen Marvel Filmen spüre.

SPOILER WARNUNG (Um zu zeigen, wieso der Film keine Overtop Begeisterungsströme bei mir ausgelöst hat, muss ich auf den Inhalt eingehen.)

Ich möchte zu Beginn sagen, dass ich den Film keineswegs schlecht fand. Er hat mir gut gefallen. Die Spezialeffekte waren absolut klasse und haben den Film konstant gut begleitet. Besonders toll fand ich, dass ich mehr über die Vergangenheit von Fury und Coulson gelernt habe. Über die Anfänge ihrer Zusammenarbeit und ihres tiefen Vertrauens. Ich liebe die beiden einfach so sehr!

Und habt ihr euch auch immer gefragt, wie Fury sein Auge verloren hat? Tja, auch das wird im Film aufgeklärt. Mein Highlight war tatsächlich auch die Katze Goose, die mir in den 2 Stunden immer wieder einen Lacher entlockt hat. Die Katze in Kombination mit den Skrulls und Fury sind wirklich wahre Schätze.

Vers alias Carol Danvers alias Captain Marvel konnte mich emotional jedoch nicht abholen. Eine Figur von der vorher in den MCU nie die Rede war und erst in „Avengers: Infinity War“ in den Credit Scenes einen Verweis auf ihre Existenz bekam. Sie ist diejenige, die die Welt retten kann. Diejenige, auf die Fury sich verlässt und die er am Ende des 3. Avengers Films anpagert. Ich hatte gehofft, dass ich einen epischen Film geliefert bekomme mit viel Action und Spaß. Doch mir hat die emotionale Basis gefehlt. Die Kämpfe zwischen Carol Danvers und den Gegnern fand ich gut, aber meiner Meinung nach ging alles zu glatt. Sie hatte keine Probleme mit ihrer Macht und es gab keinen Moment, indem sie wirklich kämpfen musste. In der sie allen Widrigkeiten trotzt und einfach ihr Ding durchzieht. Dieser Moment, wenn jemand am Boden ist und dann wieder aufsteht. Ich war mir auch so sicher, dass jemand ihrer Liebsten stirbt. Die wiedergewonnene beste Freundin oder ihre Tochter. Nicht mal einer der Kree. Mit diesen Momenten spielt das MCU eigentlich immer ganz gut. Es muss für mich nicht immer jemand sterben, aber ich brauche einen emotionalen Punkt, der mich berührt und das passiert oftmals durch Szenen, in denen der Held/die Heldin kurz vorm Ende ist und sich dann doch wieder berappelt. Das blieb hier eben – für meine Begriffe – aus.

Dafür, dass sie die Heldin ist, die die Avengers aus der Scheiße reiten soll, wurde mir zu wenig von ihr erzählt. Meiner Meinung nach hätte man ihre Geschichte in 2 Filmen erzählen müssen, um ihre Vergangenheit und ihre Zeit bei den Kree mehr auszuweiten. Mir hat sie zu schnell die Seiten gewechselt. Zu schnell Leuten vertraut, obwohl ihr bewusst ist, dass die Skrulls auch ihre Gestalt verändert können und somit JEDER eine Gefahr darstellen kann. Mir wirkt der komplette Film einfach zu gezwungen. Like „Oh, wir brauchen jemanden, der die Avengers im letzten Teil rettet. Wen haben wir denn da noch übrig? Ah Captain Marvel. Lass noch schnell einen Film drehen!“ Als müsste Marvel jetzt noch schnell eine Superheldin groß machen. Aufgrunddessen fehlt mir leider die emotionale Bindung zu ihr, die wir ja mit allen anderen schon jahrelang aufbauen konnten. Das finde ich eben schade.

Ich finde, dass man viel mehr aus „Captain Marvel“ hätte rausholen können.

Trotzdem freue ich mich, dass es endlich einen Film gibt, der uns eine (angezogene) Superheldin schenkt, die dann auch noch die Männer der Avengers aus der Patsche helfen soll und unbesiegbar scheint.

Vielleicht kann mich Carol in „Endgame“ mehr von sich überzeugen und sich, wie alle anderen, in mein Herz schleichen.

Wie fandet ihr den Film oder habt ihr ihn noch gar nicht gesehen?

xoxo Vera

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2 Gedanken zu “Unpopular Opinion: ich finde Captain Marvel nicht episch.

  1. Pingback: Captain Marvel - Higher, further, faster! Oder doch nicht? | RikeRandom

  2. Hallöchen,
    ich weiß genau, was du meinst. Dieses epische Gefühl hat mir auch gefehlt. Ich hatte die ganze Zeit die Szene von Wonder Woman im Kopf, wo sie über das Schlachtfeld rennt. Das war so, so gut! So etwas gab es bei Captain Marvel irgendwie nicht so.
    Mir haben auch ein paar Gänsehaut-Momente gefehlt. Aber ich mag den Film trotzdem und bin umso gespannter auf Endgame.
    Liebste Grüße, Kate

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