Rezension | „Scythe“ Bd. 2 von Neal Shusterman

Ich entschuldige mich jetzt schon mal, falls diese Rezension mehr einer Lobeshymne gleicht als alles anderem.

Danke für das Zusenden des Rezensionsexemplares!

„Scythe Band 2 ist für mich in den Olymp der Schreibkunst aufgestiegen!“

Das Buch
Originaltitel: Thunderhead – Arc of A Scythe
Autor: Neal Shusterman
Verlag: Fischer Sauerländer
Seiten: 544
Preis: 19,99 € [Gebunden]
Veröffentlichung: 14.03.2018
ISBN: 978-3737355070
zum Buch*: amazon

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[SPOILER]
Nachdem ich Band eins beendet hatte, musste ich sofort den zweiten Teil anfangen, da er mit einem – wie ich damals fand – üblem Cliffhanger endete. Ich habe den Folgeband danach regelrecht verschlungen. Die Seiten flogen nur so dahin. Hätte ich das mal vorher gewusst. Denn ab jetzt wird jedes Buch nach diesem hier abstinken.

Ich mochte Citra, aber erst als Scythe Anastasia habe ich sie lieben gelernt. Nicht nur, dass ich es toll finde, welche historische Patronin sie sich ausgesucht hat, nein, ich liebe auch ihren Ehrgeiz und wie sie sich für die Gerechtigkeit und das Gute einsetzt. Sie ist schlau und sehr mutig, auch wenn ihr ihr Temperament manchmal auf die Füße fällt. Sie muss noch lernen es gezielt einzusetzen.
Zusammen mit Scythe Curie gibt sie ein wunderbares Bild ab und ich habe die Freundschaft der beiden sehr genossen.
Über welche Tatsache ich mich am meisten gefreut habe, ist, dass auch Scythe Faraday seinen Auftritt findet. Ich bewundere diesen Mann. Er hat schon in Band eins die Protagonisten mit seinen Weisheiten geprägt. Citra und Rowan sind dadurch zu diesen Menschen bzw Scythe geworden, welche sie nun sind. Und auch jetzt in Band 2 finden seine Ratschläge immer noch Anwendung, weil sie so viel Wahres enthalten.
Zu Rowan kann ich sagen, dass mir seine Entwicklung super gut gefallen hat! Ich konnte seine Zerissenheit gut nachvollziehen, die er unter der Lehre von Scythe Goddard erfahren hat. Trotzdem hat er wieder zu sich gefunden und an die Ratschläge seines alten Lehrers gedacht. Als Scythe Luzifer gehört er zu meinen liebsten Charakteren, da ich seine Beweggründe verstehe und ich seine Durchführung elegant finde. Er tötet nicht einfach, obwohl Goddard versucht hat, das in ihm zu verankern. Nein. Er geht trotzdem mit bedacht vor und gibt jedem Menschen die Chance sich zu ändern.

Meiner Meinung nach hat der zweite Band den ersten nochmal um einiges übertroffen. Nach Band eins dachte ich, schlimmer kann ein Buch nicht enden. Falsch gedacht. Mit dieser Fortsetzung hat Neal Shusterman sich selbst übertroffen. In diesen über 500 Seiten ist so wahnsinnig viel passiert und die Welt ist nochmal um einiges komplexer geworden.
Die Katastrophe am Ende kam schleichend. Erst als es schon zu spät war, habe ich gemerkt, dass die Grandslayer richtig in der Scheiße stecken. In keiner Sekunde habe ich daran gedacht, dass diese Entscheidung des Scythe Rats solche Ausmaße annehmen kann und alles dagewesene komplett zerstört! Die letzten 100 Seiten muss man einfach in einem Rutsch durchlesen, denn die Spannung ist unerträglich! Vorallem, da man sich in Erinnerung ruft, dass Goddard all das zu seinem Plan zählte und ich einfach meinen Hut davor ziehe, auch wenn er ein Scythe ist, den ich abgrundtief hasse. Man muss ihm einfach überlassen, dass er ein Genie ist. Er erledigt seine Aufgaben erschreckend gründlich.
Dieser Band ist mein bisheriges Jahreshighlight! Mit Abstand. Mehr Spannung und Geschichte kann man einfach nicht in ein Buch stecken! Am liebsten hätte ich jetzt noch den dritten Band, denn ich weiß absolut nicht, wie der Autor diese Misere wieder lösen wird. Gibt es überhaupt ein Happy End? Ich wäre nicht überrascht, wenn in Band drei die ganze Welt untergehen würde. Ich würde es feiern.

Chapeau!


Habt ihr das Buch auch so gefeiert? Wie habt ihr das Ende aufgenommen und wollt ihr auch unbedingt wissen, wie es in Band 3 weitergeht?

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2 Gedanken zu “Rezension | „Scythe“ Bd. 2 von Neal Shusterman

  1. Ja, das will ich definitiv wissen!
    Ich habe zwar nicht das gesamte Buch gefeiert, denn im Gegensatz zu Büchern, die ich wirklich liebe, schreibt Neal Schusterman meiner Meinung nach zu distanziert, als dass ich die Protagonisten wirklich *fühle*, wenn du verstehst, was ich meine, aber dieser zweite Band, den ich erst vor kaum fünf Stunden zu Ende gelesen habe, war um Längen besser als der erste. Abgesehen davon, dass das gesamte Wordbuilding seit Teil 1 ja ungemein interessant ist, waren die Gedanken des Thunderhead unglaublich faszinierend und das Ende in der Tat episch. Das habe ich wirklich nicht kommen sehen 0.0
    Gut, dass ich mir deine Rezension bis nach Beenden des Buches aufgespart habe 😉
    Übrigens: Ich habe vorhin auf Goodreads gelesen, dass der dritte und finale Band einige Jahre nach den Ereignissen in Band 2 spielen wird. Da habe ich fast schon Angst davor zu erfahren, was in der Zwischenzeit passiert ist…

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