IMPRESSUM | Wieso, weshalb, warum?

Aus gegebenen Anlass, möchte ich für die ganze Bloggerwelt hier nochmal einen Informationsbeitrag bezüglich des Impressums machen.
Gerade bei der Aktion „Kleine Blogs in Sicht“ von Bücherkrähe ist mir aufgefallen, dass viele der Blogs kein Impressum besitzen oder nicht alle Angaben vollstänig und richtig ausgefüllt sind. Aber das ist wichtig!

Was ist ein Impressum und wozu brauche ich eins?

In einem Impressum stehen Angaben über den Verlag, den Autor, Herausgeber oder der Redaktion. Es ist gesetzlich vorgeschrieben laut §5 TMG (Telemediengesetz) und soll die Herkunft von Büchern, Artikeln, Zeitschriften und Ähnlichem kennzeichnen. Darunter fallen natürlich auch Blogs, YouTube Kanäle und Instagramaccounts, sofern diese nicht nur private Informationen, d.h. familiäre und persönliche Inhalte, enthalten, sondern sich an die Allgemeinheit richten. Das bedeutet, dass ALLE Buchblogs, Booktube Kanäle und Bookstagram Accounts über ein solches verfügen MÜSSEN. Und dabei ist es egal, ob ihr erst 10 oder 10.000 Follower habt. Gesetz ist Gesetz und das gilt für jeden deutschen Mitbürger.

Was muss ein Impressum beinhalten?

Für die eingeschränkte Impressumspflicht laut §55 RStV: Dein vollständiger Vor- und Nachname, sowie deine Adresse sind unabkömmlich und müssen immer aktuell sein. Und nein, es reicht nicht den Vor- oder Nachnamen abzukürzen. Es reicht auch nicht, wenn ihr nur euren Herkunftsort aufschreibt. Es muss eure vollständige postalische Anschrift zu finden sein. Wer jetzt denkt: „Hahaha, dann richte ich mir eben ein Postfach ein!“, der liegt falsch! Das ist NICHT eure Anschrift.
Wenn ihr euren Blog auch geschäftsmäßig betreibt, dann müssen zusätzlich eine aktuelle Email-Adresse und eure Telefonnummer angegeben sein unter der ihr auch erreichbar seid. Was heißt „geschäftsmäßig“? Nun, das sind alle Blogs, die auch Rezensionsexemplare annehmen, Blogtouren veranstalten und andere Kooperationen mit Verlagen, Autoren, etc veranstalten, das heißt, wenn auf eurem Blog Werbung stattfindet. Auch Affiliate-Links gehören zu „Werbung“.

Was passiert, wenn ich kein Impressum habe?

Wenn ihr kein Impressum habt oder auch Angaben nicht vollständig vorhanden sind, drohen euch Abmahnungen und Bußgelder zwischen 5.000 und 50.000 €. Es reicht im Prinzip auch nur mal, wenn es jemanden in der Community gibt, der euch nicht leiden kann und deswegen zu einem Anwalt geht und sagt: „XY hat kein Impressum.“ Es ist schlicht und ergreifend illegal kein Impressum zu haben.

Impressum bei Booktube und Bookstagram?

Ja, auch hier ist ein Impressum notwendig, weil ihr Werbung für Bücher macht. Wenn ihr zusätzlich zu eurem Blog ein YouTube oder Instagram Account habt, dann fügt einfach den Link von eurem Blogimpressum in eure Kanalbeschreibung bei YouTube oder in eure Accountbeschreibung bei Instagram. Allgemein gilt, dass das Impressum von innerhalb 2 Klicks auffindbar sein sollte! Wenn ihr keinen Blog habt, dann müsst ihr euch online eine extra Seite erstellen und diese dann bei euren Accounts einfügen.


Ich hoffe, ich konnte allen einen guten und vorallem verständlichen Einblick in das Thema Impressum bieten. Wenn du noch kein Impressum hast, dann holt das noch schnell nach!

Wer jetzt immer noch sagt: „Ich will meine Adresse aber nicht ins Internet stellen.“ sollte aufhören mit Bloggen. Entweder man hält sich an die Regeln oder man lässt es bleiben. Ich diskutiere da auch mit niemanden mehr rum, denn egal ob euch das Gesetz gefällt oder nicht, es ist nun mal Pflicht. Und eins noch als kleiner Tipp: Falls ihr mal erwischt werdet und ihr dann erzählen wollt, ihr wüsstet nichts darüber: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. 😉

xoxo Vera

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23 Gedanken zu “IMPRESSUM | Wieso, weshalb, warum?

  1. Dein Beitrag fasst wirklich alles noch einmal sehr gut zusammen 🙂
    Das mit der Telefonnummer wusste ich z.B. nicht, beziehungsweise hatte ich es gerade nicht auf dem Schirm.
    Also Danke für den Tipp 🙂
    Liebe Grüße,
    Laura

      • 😊 es war für mich eine Bestätigung, das ich soweit alles richtig gemacht habe. Was auch noch interessant wäre, wären die Themen Disclaimer und Datenschutz. Bei ersterem bin ich mir nicht ganz sicher, ob ich ihn brauche, habe ihn aber zur Sicherheit auf meiner Seite integriert.

        Liebe Grüße

        Laura

  2. Hallo Vera,
    das ist immer wieder ein gutes Thema! Auch wenn es einigen wahrscheinlich schon zum Hals raushängt, merkt man doch immer wieder, dass es eben noch nicht überall angekommen ist…
    Kleine Ergänzung noch zu den Kontaktmöglichkeiten, die ich dieses Jahr in der Recht-Session der Leipziger buchblogger:sessions gelernt hab: Es muss nicht zwingend Mailadresse und Telefonnummer sein. Rechtlich bindend ist wohl nur, zwei Kontaktmöglichkeiten anzubieten, über die der Betreiber schnell (ca. Innerhalb einer Stunde) und ohne zusätzlich notwendige Anmeldung (z.B. auf Facebook o.ä.) erreichbar ist. Wenn das Mail und Telefon sind, okay. In der Session hieß es jedoch, dass als 2. Kontaktmöglichkeit neben der Mailadresse auch ein Kontaktformular oder Social Media Accounts oder die Skypenummer eingetragen werden können. Social Media sei dann auch okay, weil jemand, der keinen Account dort hat, sich ja über Mail melden kann. Genaue Rechtssprechungen dazu fehlen noch, aber laut der Meinung des dort sprechenden Rechtsanwalt muss es eben nicht zwingend die Telefonnummer sein, die als zweite Kontaktmöglichkeit angegeben werden muss. 🙂
    Liebe Grüße
    Sarah

  3. Hallo Vera,vielen Dank für deinen Artikel zum Impressum.
    Allerdings habe ich noch ein paar Anmerkungen, was mir bei dir selbst aufgefallen ist.
    – Es ist nicht erforderlich, dass du eine Telefonnummer und eine Mailadresse angibst. Wichtig ist lediglich, dass du eine Kontaktmöglichkeit zur Verfügung stellst, wo du zeitnah auf eventuelle Anfragen reagierst. Dabei ist es egal, wie du antwortest. Daher ist das „und“ denke ich nicht zwingend erforderlich.
    – Darüber hinaus: Man muss das Impressum und die Datenschutzerklärung voneinander trennen. Das darf nicht zusammen in einer Seite zusammengefasst werden. Das MUSS immer getrennt voneinander aufgeführt sein. Du hast es aktuell alles noch unter „Impressum“. Zudem fehlt in deiner Datenschutzangabe noch Infos zu Cookies, Sharingangaben etc.
    Schau bzgl. Datenschutzvorlage einfach mal hier: https://datenschutz-generator.de/Ansonsten vielen
    Dank für deine Mühe und die tolle Zusammenfassung!
    Liebe Grüße
    Philip

  4. Hallo Vera,

    ich möchte mich für deinen Beitrag bedanken, da ich dies am Anfang nicht bedachte hatte und einfach darauf los geschrieben habe. Im Nachhinein habe ich nun ein Impressum und eine Datenschutzerklärung hinzugefügt und hoffe das es nun alles richtig ist.
    Da ich neu in dem Bereich Bloggen bin freue ich mich immer über Ratschläge, Tipps und allgemein hilfreiche Bloggbeiträge.

    Liebe Grüße
    Anja

  5. Hallöchen du Liebe ♥

    Ich danke dir. Irgendwie scheinen das viele immer auszulegen wie sie wollen. Vor allem dann, wenn es darum geht: Wieso? Ich betreibe meinen Blog doch nur für Freunde, ich brauche doch kein Impressum. Ja schade. Alles, was über die engsten Familienangehörigen und Freunde hinausgeht, braucht ein Impressum, egal ob Rezensionsexemplare, oder nicht, weil man ja auch Bilder anderer nutzen kann etc pp…. Klar, ist Recht Auslegungssache, trotzdem denke ich, dass die wenigsten sich bewusst sind, was für Folgen das nachher haben kann.

    Ich habe zb auch nur Adresse und Email im Impressum, weil ich da jeden Tag irgendwie immer reingucke.

    Liebe Grüße,
    Anna

    • Ja, bezüglich Mail geht auch. Wenn man da immer erreichbar ist. 😊 muss ich mal noch nachtragen. 👌

      Ich finde die „Ausreden“ für ich-schreibe-meine-Adresse-nicht-rein sowieso sinnlos.

      Danke

      Xoxo Vera

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