Warum es okay ist, keine 18 Bücher im Monat zu lesen

Wenn ich Blogs lese und Booktube gucke, stoße ich immer wieder auf Lesemonate oder auch Wrap Ups genannt. Der Durschnitt liegt bei etwa 7 Büchern im Monat. Teilweise werden sogar 15 + Bücher gelesen und desöfteren frage ich mich:

WIE ZUR HÖLLE MACHT IHR DAS?!

Nun, ich habe recherchiert und habe das auf mein eigenes Leben gespiegelt. Wieso schaffe ich es nicht, so viele Bücher zu lesen? Bin ich keine richtige Leseratte? Liebe ich Bücher und Geschichten nicht so sehr, wie diese Menschen? Bin ich zu faul? Lese ich zu langsam?

Auf all die Fragen gibt es eine Antwort: NEIN!

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Es liegt nicht etwa daran, dass ich kein richtiger Buchnerd bin oder dass ich zu langsam und zu faul bin.
Der Grund ist, dass ich erstens arbeiten gehe und das 38 h die Woche. Und da ich im Handel arbeite, gehen meine Arbeitszeiten meist von 9-18 Uhr oder 13-20 Uhr. Somit bleibt mir in der Woche oft wenig Zeit zum Lesen und außerdem bin ich abends auch immer so fertig, dass ich währenddessen einschlafen würde.
Der zweite Punkt ist, dass ich auch noch andere Hobbies habe, denen ich mit Leidenschaft nachgehe. Cosplay ist wahnsinnig zeitaufwendig und gerade in Conphasen sehr stressig für mich. Da verbringe ich auch sehr viel in meinem Urlaub mit Nähen. Booktube ist ebenfalls zeitfressend. Videos drehen, schneiden, hochladen, etc.
All das bekomme ich unter einen Hut und versuche es, so ausgeglichen wie möglich zu gestalten, dass nichts zu kurz kommt und glaubt mir, das ist mehr als schwierig und ich weiß, dass das nicht immer ganz so klappt. ABER ich gebe immer mein Bestes.
Natürlich könnte ich auch etwas davon weglassen, aber nein. Nichts davon möchte ich missen. Vielleicht, wird sich das auch irgendwann wieder anders verteilen, aber bis dahin klappt es so ganz gut.
Und wenn man dann noch bedenkt, dass auch noch Faktoren wie: Familie und Freunde mit rein spielen, dann ist es vollkommen legitim.

Es ist okay, wenn man weniger als 10 Bücher im Monat liest. Mein Durchschnitt liegt bei 2-5 Büchern. Je nachdem, wie viel Zeit ich habe.
Und auch ihr solltet euch nicht schlecht fühlen, wenn es mal nicht so klappt. Dafür habt ihr andere Dinge im Monat erlebt, die euer Leben bereichert haben. Sei es nun positiv oder negativ.

Es ist gut, auch einen Teil von seinem Leben in der Realität zu verbringen und sich nicht zu stressen, dass man eine bestimmte Anzahl an Büchern gelesen haben muss. Denn unter solchen Umständen macht das Lesen keinen Spaß. Es verliert sämtlichen Reiz, um „zur Ruhe zu kommen“. Zumindest für mich. Denn Lesen bedeutet für mich Entspannung.

Tausend Küsse xoxo

Vera

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31 Gedanken zu “Warum es okay ist, keine 18 Bücher im Monat zu lesen

  1. bookcrow schreibt:

    Hallo Vera!

    Wahre Worte, die manchen bestimmt Mut geben. Ich höre und lese in letzter zeit verstärkt von Bloggern, dass sie mit dem Lesen/Rezensieren/Blog nicht hinterherkommen und mega gestresst sind. Das tut mir immer so leid, denn sowohl lesen als auch Bloggen sollen Spaß machen.
    Ich kann diesen – sorry – Schwanzvergleich, wer die meisten Bücher verschlingt, auch nicht nachvollziehen. Ich liebe lesen, ich liebe meinen Blog und er ist inzwischen mein zeitaufwendigstes „Hobby“, aber ich habe eben auch ein recht volles, erfülltes Leben außerhalb der Buch- und Blogsphäre. Zudem lese ich für die Examensvorbereitung unglaublich viele Texte, Essays und Artikel, die nicht in die Buchstatistik mit einfließen, aber pro Monat ein paar hundert Seiten ausmachen. Ich kann das nicht bei Goodreads abhaken. Und? Ich lese immer noch für mich und nicht für andere, trotz Blog. Ich glaube, das verlieren viele Blogger irgendwann aus den Augen..

    Cheerio
    Mareike

    • chaoskingdom schreibt:

      Hallo Mareike!
      (in meinen Gedanken spreche ich den Namen immer mega lustig aus. So richtig sägssch. 😀 )
      Danke, für den Kommentar. Ich musste dazu einfach einen Beitrag schreiben, weil mir das am herzen lag. Menschen, die jammern, dass sie so wenig schaffen, wollte ich etwas aufbauen, dass sie selbst nachschauen und zu der Erkenntnis kommen, dass es auch noch andere Dinge als Bücher gibt.
      Eben, das Bloggen kommt auch noch dazu.
      Danke für deine Meinung. : )

  2. L.R. Laurel schreibt:

    Ähnliches schwirrt mir zur Zeit auch im Kopf herum. Viele jammern derzeit über ihre „Leseflaute“ und schaffen es trotzdem mindestens zehn Bücher im Monat zu lesen. Ganz ehrlich: Wenn ich eine richtige Leseflaute habe, schaffe ich kein einziges Buch. Und außerdem sind wir nicht im Deutschunterricht, wo wir eine gewisse Pflichtlektüre in einer vorgegebenen Zeit schaffen müssen. Wenn man sich eine zeitlang nicht zum Lesen aufraffen kann, soll man sich nicht unter Druck setzen. Dann findet man das Buch, das man gerade liest, nämlich automatisch doof. Es soll schließlich immer noch Spaß machen. Und als beliebter Buchblogger o.ä. kann man dann auch offen zugeben, dass man zur Zeit keine Lust auf lesen hat und stellt dann stattdessen seine bisherigen Jahreshighlights, oder was auch immer, vor. Sehe ich das falsch? 😉

    • chaoskingdom schreibt:

      Du siehst das absolut richtig! Es gibt so viele Themen, worüber man als Buchblogger berichten kann! Solche Beiträge, wie du vorschlägst, wären wirklich gut dafür geeignet. Ich bin da absolut bei dir.

      • L.R. Laurel schreibt:

        Dankeschön 🙂 Ich hatte schon befürchtet, dass sich irgendwelche Menschen nun ans Bein gepinkelt fühlen … 😉

  3. Lilly Symphonie schreibt:

    Huhu
    diese Worte machen Mut. Viele denken bestimmt sie müssen 10+ Bücher im Monat lesen, um zur „Elite“ zu gehören (Cosplayer kennen dieses feine Wort xD)
    Ich selbst schaffe gerade auch nicht viele Bücher. 2-3 sind es bei mir, wenns hoch kommt.
    Wie du so schön beschrieben hast, kommen da noch Arbeit, andere Hobbys und aktuell auch die Weihnachtsvorbereitungen
    Jeder soll lesen so viel er möchte und sich nicht schämen, wenn es mal nicht ein Buch weniger ist.

    Liebe Grüße und einen schönen 2. Advent
    Lilly

  4. L.R. Laurel schreibt:

    Ich finde das auch nicht schlimm. Ich habe mir in letzter Zeit zwar extrem viele Bücher gekauft (größtenteils Frust- oder Coverkäufe), dass ich befürchte, ich schaffe es niemals alle zu lesen … aber, unter Druck lasse ich mich trotzdem nicht setzen. So kann man wenigstens aus dem Vollen schöpfen, wenn man Lust auf ein neues Buch hat. 🙂

  5. Jule schreibt:

    Liebe Vera,
    dein Beitrag spricht mir aus der Seele. Bei all diesen Rückblicken mit 10+ Büchern, frage ich mich stets, wann diese Personen den Haushalt erledigen, Einkaufen gehen, Schule, Uni oder Job bewältigen und dann noch das Privatleben mit Freund/Freundin und/oder Familie am Laufen halten.
    Ich habe ähnlich tolle Arbeitszeiten wie du und da auch manchmal keine Lust mehr noch ins Buch zu schauen. In der Regel schaffe ich 1-3 Bücher pro Monat und bin damit zu frieden, weil ich nebenbei noch sehr viel mehr in meinen Erinnerungen speichern kann.
    Danke für diesen Beitrag!
    Liebe Grüße
    Jule

  6. Isa schreibt:

    Großes LIIIKEE!!!
    Ich habe im November nur ein einziges Buch gelesen. Das ist zwar schade, aber es ist halt so. Ich hatte durch die Uni nicht viel Zeit, ich habe zwar nur 12 Stunden Uni in der Woche, aber wir müssen zu Hause viel vorbereiten und ich muss mich erst mal dran gewöhnen. Abends bin ich dann auch oft einfach zu müde. Außerdem hatte ich viel zu tun damit, den Adventskalender für meinen Freund zu machen. Und der Freund will ja auch mal Zeit mit mir verbringen, genau wie meine ganzen Freunde, die sowieso viel zu kurz kommen. Am Wochenende gehe ich dann noch reiten und ich versuche, so oft wie möglich im Tierheim mit den Hunden Gassi zu gehen.
    Lesen mag zwar ein großes Hobby von mir sein, aber es ist eben nicht mein einziger Lebensinhalt. Reiten macht mir genauso viel Spaß, und würde das gehen, würde ich das auch gerne mehr als einmal die Woche machen. Genau wie ich gerne jeden Tag lesen würde, aber das klappt halt nicht immer. So what?
    Ich habe vor einer Weile mal einen Beitrag geschrieben, wo ich geschrieben habe, dass ich es blöd finde, wenn ich Zeit verschwende, in der ich lesen könnte. Das geht mir noch immer so. Wenn ich also zum Beispiel zwei Stunden auf dem Bett liege und auf Jodel (die Studentenapp) blöde Sprüche durchlese, ist das schon irgendwo verschwendete Zeit und das nervt mich dann auch 😂 wenn ich aber nicht zum lesen komme, weil ich andere Dinge tue, die mir total Spaß bereiten, zum Beispiel mit Freunden, dann ist das doch völlig ok.
    Diese ständigen Vergleiche nerven dann auch wirklich. Ich wollte das Thema in meinem Lesemonat sowieso mal ansprechen. Aber ich muss erst mal dazu kommen, ihn zu schreiben. Denn… Schwupp, jetzt bin ich auch schon wieder weg und pflanze mich vor den Schreibtisch, um was für die Uni zu machen.

    • chaoskingdom schreibt:

      Danke für deine Meinung! Eben, wenn man auch noch einen Freund hat, ist es ja NOCH schlimmer. Sollte das jemals bei mir noch dazu kommen, werde ich wohl nie wieder lesen. :DDDD Und das mit den Apps kenne ich auch, wenn man dann auch stundenlang auf instagram ist und da dann Bilder anguckt. :DDD

  7. -Leselust- schreibt:

    Hallo Vera,
    Ich kann dir nur voll und ganz zustimmen. Lesen ist ein Hobby. Ein Hobby von mehreren. Und ich möchte mir für alles Zeit nehmen. Und vor allem: Ich möchte mich auf gar keinen Fall von meinem Hobby stressen lassen oder unter Druck gesetzt fühlen.
    Aber ich persönlich schaffe es sehr gut, mich abzugrenzen. Ich vergleiche mich nicht mit anderen Bloggern. Ich lese das, was ich lese. Fertig. Natürlich, mehr wäre immer schön (und der SuB würde sich auch freuen), aber ich hab eben auch noch ein Leben neben den Büchern und das ist auch gut so.
    Liebste Grüße,
    Julia

  8. wordBUZZz schreibt:

    Stimme dir voll und ganz zu! Ich bin zwar noch Schülerin, dennoch das Abi spürt man definitiv und mit dem Blog, Lernen, Arbeiten und Sport plus Weihnachten müssen die Bücher eben warten.

  9. Stopfi schreibt:

    Liebe Vera!
    So, nachdem mein Wlan wieder geht (okay, eigentlich nicht, aber wurscht!), kann ich dir endlich sagen: du hast sowas von Recht!
    Wenn Leute 19 Bücher im Monat lesen, dann ist das schön. Aber das ist doch kein Maßstab! Wie du sagst: Lesen ist Entspannung. Bei mir läuft das so: Ich komm heim, stresse mich rum, aber richtig abschalten, das schaffe ich erst Abends beim Lesen. Egal wie müde ich bin, DAS ziehe ich durch hahaha
    Es gibt ja auch verschiedene Lesetypen. Der eine liest langsam und nur ein Buch. Der andere liest unheimlich schnell und drei Bücher gleichzeitig. Das ist ganz normal und man muss sich für nichts rechtfertigen.Und man kann das Lesen auch lieben, obwohl man im Monat nur ein Buch liest!
    Liebe Grüße, Emily

  10. booknerdsbykerstin schreibt:

    Huhu Vera,

    sehr schöner Beitrag. Ich frage mich auch immer, wie zur Hölle machen die das?!
    Aber ich lasse mich einfach nicht unter Druck setzen, ich genieße das Lesen und will ein Buch leben und nicht durchhetzen.
    Ich war geschockt, dass ich letzten Monat 9 Bücher gelesen habe, aber da hatte ich auch Urlaub 😁

    Liebe Grüße
    Kerstin

  11. becky_schnecky schreibt:

    Ich schaffe auch nicht so viele Bücher in einem Monat.
    Arbeite im Schichtdienst & bin oft schon total erledigt von der Arbeit, dann kann ich nur wenige Seiten lesen, bevor ich einfach einschlafe.
    Naja, ich denke, dass das keine Schande ist. Hauptsache lesen 🙂

    • chaoskingdom schreibt:

      Eben! Ich stimme dir absolut zu! Man will auch dann einfach mal nichts tun. Lesen bedeutet ja trotzdem Gehirn anstrengen und dazu bin ich nach der Arbeit einfach nicht mehr fähig.
      Danke für deinen Kommentar!

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