THE CIRCLE – Ein Zukunftsroman?

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Das Buch
Originaltitel: The Circle
Autor: Dave Eggers
Verlag:  KiWi
Seiten: 560
Preis: 10,99 € (Taschenbuch)
Veröffentlichung: 28.09.2015
kaufen: amazon

Inhalt: Die 24-jährige Mae Holland ist überglücklich. Sie hat einen Job ergattert in der hippsten Firma der Welt, beim »Circle«, einem freundlichen Internetkonzern mit Sitz in Kalifornien, der die Geschäftsfelder von Google, Apple, Facebook und Twitter geschluckt hat, indem er alle Kunden mit einer einzigen Internetidentität ausstattet, über die einfach alles abgewickelt werden kann. Mit dem Wegfall der Anonymität im Netz – so ein Ziel der »weisen drei Männer«, die den Konzern leiten – wird die Welt eine bessere. Mae stürzt sich voller Begeisterung in diese schöne neue Welt mit ihren lichtdurchfluteten Büros und High-Class-Restaurants, wo Sterne-Köche kostenlose Mahlzeiten für die Mitarbeiter kreieren, wo internationale Popstars Gratis-Konzerte geben und fast jeden Abend coole Partys gefeiert werden. Sie wird zur Vorzeigemitarbeiterin und treibt den Wahn, alles müsse transparent sein, auf die Spitze. Doch eine Begegnung mit einem mysteriösen Kollegen ändert alles …

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Im Besitz, weil …
… es dazu eine Buchverfilmung geben wird mit meiner fantastischen Emma Watson in der Hauptrolle. Das schon ist Grund genug das Buch zu lesen. Abgesehen davon, finde ich das Thema wahnsinnig interessant, also gekauft!

Das Cover finde ich …
… so cool! Es sticht einem direkt ins Auge und es ist so samtig! Sowas finde ich immer richtig cool an Büchern. Dieser Fühleffekt ist jedes mal ein Erlebnis. Es sollten mehr Bücher haben. Allerdings zieht diese Art auch sehr viel Fettfinger an.

Die Geschichte ist …
… wirklich wahnsinnig interessant. Mal kein Fantasy, Dystopie oder anderes Übernatürliches. Tatsächlich geht es um unsere reale Welt, vielleicht um die 50-100 Jahre später. Die Welt wird von einer Organisation namens „Circle“ beherrscht. Jeder will dort arbeiten, jeder will wissen, was in dem Unternehmen vor sich geht. Es ist das Erfolgreichste überhaupt und die Mitarbeiter verdienen sehr gut Geld dort. Die Internetpräsenz gehört in dem Unternehmen einfach dazu und die Arbeitgeber wollen, dass du dich auch möglichst viel in den sozialen Netzwerken aufhälst und andere Menschen an deinem Leben teilhaben lässt. Denn, wieso solltest du nicht jede Person über deine Vorlieben und Hobbies informieren, über deine täglichen Rituale, etc? Hast du etwas zu verheimlichen, wenn du es nicht tust? Ich möchte nicht zu viel verraten, weil egal wie ich das schreibe, es würde euch einfach nicht das Gefühl bescheren, welches ich beim Lesen hatte. Es ist so ein komplexes Thema, welches zu Beginn sich (wie es scheint) langsam entwickelt, aber das Ende war unglaublich gut und ich habe damit ehrlich gesagt auch gar nicht gerechnet.
Dieses Buch gibt eine Einblicke, ob diese ganzen technischen Fortschritte wirklich immer nur Vorteile mit sich bringen und ob es für uns Menschen sinnvoll ist immer alles zu wissen, über alles Bescheid zu wissen, uns gegenseitig zu beurteilen. Ist unser Verstand und unser Wesen wirklich dafür gemacht? Kann es diese Daten objektiv beurteilen? Wollen wir unser ganzes Leben im Internet breit treten?
Zudem zeigt das Buch, wie leicht wir uns beeinflussen lassen, wenn bestimmte Aktionen mit positiven Argumenten unterstrichen werden. Wir hören auf selbst zu denken, weil das, was der Gegenüber sagt absolut richtig ist, und vergessen dabei, die unschönen Seiten zu sehen und welche Konsequenzen das mit sich ziehen wird. Man findet einfach keine Argumente für das Negative, obwohl wir wissen, dass es existiert.

Die Charaktere sind …
… mit Ecken und Kanten ausgerechnet. Im Prinzip lernen wir nur eine Person richtig kennen und das ist Mae. Sie begeleitet und sie ganze Geschichte über und gibt uns sehr viele Eindrücke in ihre Gefühlswelt. Zu Beginn des Buches war mir Mae sehr sympathisch, doch je mehr Entscheidungen sie traf, desto weniger habe ich sie verstanden. Was ich aber keinesfalls als negativ für das Buch beachte. Ich denke, es ist auch vom Autor gewollt. Je nachdem, ich finde Annie hat immer mehr Pluspunkte gesammelt.

Empfehlung?
Unbedingt. Jedoch muss man darauf auch Lust haben. Es ist kein Buch, welches man von Beginn an verschlingen wird. Außerdem finde ich, dass man für das Buch schon ein gewisses weltliches Verständnis haben sollte. Für 15-jährige ist das jetzt nicht so ganz die richtige Lektüre.

Mein Gesamtfazit…
… fällt positiv aus. Weil mich das Buch zu Ende auch überrascht hat und ich auch im Laufe immer wieder festgestellt habe, wie schrecklich leicht man Leute beeinflussen kann.

5/5 Sternen

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14 Gedanken zu “THE CIRCLE – Ein Zukunftsroman?

  1. Oh das Buch klingt wirklich interessant. Besonders gefällt mir, dass Mae schon in den Zwanzigern ist. 😀 So Bücher suche ich momentan.
    Tolle Rezension, das Buch kommt auf meine Wunschliste 🙂

  2. Hach, und ich stand eben in der Buchhandlung noch davor, hielt es in der Hand, und überlegte 🙂 Letztendlich ist es (erstmal) ein anderes Buch geworden, aber ich möchte es unbedingt auch noch lesen. Von der Verfilmung habe ich auch schon gehört – das wird sicherlich richtig gut mit Emma 😀
    Liebe Grüße,
    Anna

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