Mein 2. Geburtstag.

Ich habe sehr lange überlegt, ob ich gewillt bin einen Beitrag darüber zu verfassen.
Aber dann bin ich zu dem Schluss gekommen, dass der Blog eigentlich nur durch diesen Umstand entstand und das es jetzt einfach für immer zu meinem Leben gehören wird.
Es ist nichts schlimmes in dieser Weise, aber trotzdem wird es jeder merken, der mich länger als ein paar Minütchen beobachtet, außerdem habe ich es bis jetzt ja auch schon ein paar Mal erwähnt und werde auch in Zukunft darüber immer mal schreiben.

Sicherlich wissen es jetzt schon einige.
Aber vorab, ich beabsichtigte kein Mitleid mit dem Beitrag zu bekommen. Das habe ich genug bekommen und damit komme ich nicht klar. Beziehungsweise ist es mir unangenehm, wenn ich ständig dadurch bemitleidet werde. Ich habe nichts gegen Anteilnahme, aber der ganze andere Quatsch…
Ich möchte euch darüber lediglich informieren. Ihr könnt es zur Kenntnis nehmen oder ignorieren. Das überlasse ich euch.

Es ist bald so weit, ich feier zum ersten Mal meinen zweiten Geburtstag.
Am 10.01.15 bin ich damals mit einer Freundin bei dem starken Sturm verunglückt. Wir waren auf dem Rückweg nach einem Shooting als ein Baum auf unser Auto fiel. An diesen Moment habe ich keine Erinnerung mehr, ich kann euch nicht schildern, wie das passiert ist, das letzte was ich weiß ist, dass sie zu mir sagte, dass sie jetzt etwas langsamer fahren werde und ich erwiderte, dass wir ja Zeit hätten. Meine nächste Erinnerung ist, wie ich im Auto noch munter geworden bin. Wir hatten unglaubliches Pech, aber auch unglaublich viel Glück.
Ich weiß nicht, inwiefern ich den Beitrag ausbreite, aber ich denke ich belasse es bei dem munter werden, denn wenn ich das jetzt schreibe, wird der Beitrag unendlich und am Ende hättet ihr selbst das Gefühl im Auto gesessen zu haben.
Zumindest habe ich irgendwie Hilfe „geholt“. Bis zum Auftauchen der Feuerwehr und des Rettungswagens sind meine Erinnerungen komplett, nur danach wird es lückenhaft. Ich hatte ja wahrscheinlich auch ein Haufen Schmerz- & Beruhigungstabletten intus.
Bis mich die Ärzte zur Kontrolle ins Röntgen geschickt haben, dachte jeder auch noch, dass mir außer einer Kopfplatzwunde und Gehirnerschütterung nichts fehlt. Weit gefehlt, denn der Bericht zeigte, dass ich einen kompletten Genickbruch hatte. Zusätzlich gebrochene Rippen und Brustwirbel, einen eingefallenen Lungenflügel und noch so ein paar andere Sachen.
Ich sags euch, ich habe selbst davon nichts gemerkt.
Eigentlich war mir das auch egal, weil mich zuerst meine Freundin interessiert hat. Bis ich sie nach einer Woche mal selbst besuchen konnte, bekam ich kein Info über ihren Zustand.
Ich lag einen Tag lang im künstlichen Koma, weil ich mich nicht bewegen durfte. War ans Bett gefesselt, wie meine Eltern mir später berichteten. Solche Infos sind immer besonders amüsant, weil ich das alles nicht mehr weiß.
Angesichts der Tatsache, dass ich nur 2 Wochen im Krankenhaus lag, habe ich dort einiges erlebt und wenn ich so zurück denke, waren das sehr ereignisreiche 2 Wochen: ich habe wieder gelernt alleine meinen Körper zu bewegen ohne fremde Hilfe, alleine zu atmen, alleine zu essen und trinken, alleine aufzustehen, alleine auf Toilette zu gehen, alleine zu laufen, Treppen zu steigen…
Ich habe schon im KH die Unfallbilder angesehen. Ich bin psychisch schon immer ein starker Mensch gewesen und das hat mir geholfen nicht durchzudrehen. Klar hatte ich Schmerzen und konnte mich kaum bewegen, aber damit bin ich klar gekommen. Ich will das nicht zu sehr ausweiten, denn sonst komme ich nie zum Ende. Wer Fragen zu irgendetwas hat, dann könnt ihr natürlich gern Fragen. Ich beantworte alles dazu und es macht mir auch nichts aus. Das reden hilft.
Nach 14 Tagen war ich jedenfalls wieder zu Hause, während meine Freundin leider immer noch drin lag, weil es sie teilweise noch schlimmer getroffen hatte. Leider und bis heute hasse ich mich dafür, dass wir unbedingt Fotos machen mussten. Die existieren auch noch und sind wunderschön geworden. Ich werde sie später noch mit einfügen.
Ich verbrachte über 3 Wochen zu Hause, wartend auf meine Reha. Unglaublich langweilig. Ich hatte eine „Korsage“ von Hals/Kinn/Hinterkopf bis runter zum Bauchnabel. Mein Hals durfte immer noch nicht bewegt werden und auch sonst fiel Bewegung schwer. Ich habe jeden Tag einen Spaziergang gemacht mit meinen Eltern. Ich konnte maximal 25 Minuten am Stück auf den Beinen stehen bis mein Rücken gestreikt hat und ich mich hinlegen musste. Außer meinen Toilettengängen lag ich also von früh bis spät auf dem Rücken. Mein Steiß bzw Hintern tat irgendwann so weh, dass es unerträglich wurde. In der Zeit habe ich fast nur fern gesehen, denn für Bücher hatte ich erstens keine richtige Lust und das größte Problem daran war eigentlich, dass ich keine Kraft hatte, um Bücher zu halten.
In den Tagen habe ich gelernt wieder an einem Tisch zu sitzen. Aufrecht ohne Kissen im Rücken. In dieser Zeit habe ich fast 10 Kilo verloren. (Ich hatte einen tollen flachen Bauch)
In der stationären Reha war ich dann 5 Wochen. Ich habe gelernt mich selbstständig ohne fremde Hilfe anzuziehen und auszuziehen, mich selbst ohne Hilfe zu waschen etc. Es hat zwar immer eine Ewigkeit gedauert, aber egal. Wisst ihr, wie schön das eigentlich ist selbstständig zu sein? Ich habe gelernt meinen Körper zu belasten, länger als eine halbe Stunde zu laufen oder zu sitzen. Ich habe meine Balance neu eingestellt, ich habe langsam mit der Therapeutin angefangen meinen Kopf zu bewegen. Nach 6 Wochen. Ich hatte irgendwann eine Nackenkorsage bekommen, wo ich dann meinen Oberkörper wieder mehr bewegen konnte. Und ganz zum Schluss habe ich dann eine ganz normale Halskrause bekommen, die es immer bei den „normalen“ Unfällen gibt, bekommen. Diese habe ich auch noch bis zu meiner zweiten OP im Sommer jede Nacht getragen.
Der Muskelaufbau war quälend. Es gab Zeiten, da hat es sich angefühlt, als ob bei jeder kleinen Bewegung tausend Nadelstiche in eine Stelle am Rücken gebohrt wurden. Sehr nervend beim an- und ausziehen. Ich habe 20 Minuten gebraucht, um von normalen Klamotten in ein Bikini zu schlüpfen.
Ende März wurde ich entlassen und habe ab da mehrmals Physio in der Woche gehabt. Ich habe viele Unternehmungen mit meiner Familie gemacht, um meine Ausdauer wieder aufzubauen und erst zu Hause habe ich wieder langsam an Gewicht zugenommen!
Ich wusste, dass ich frühestens wieder im Sommer würde anfangen können zu arbeiten. Doch nach der Reha ging es mir viel besser, ich konnte fast alles alleine machen und die Zeit ging dann durch meine ganzen Termine relativ schnell um. Ende Juni habe ich dann meine zweite OP gehabt: Entfernung von Fremdkörpern. Ab da war ich kurzzeitig wieder abhängig von anderen, aber das ging schnell vorbei.

Ich habe immer fest damit gerechnet meine Ausbildung fortzusetzen. Ich hatte mir den Oktober für den Einstieg vorgenommen. Schon im KH 2 Tage nach dem Unfall sagte ich: „Mama, ruf mal bitte meine Chefin an. Ich glaube ich kann heute nicht auf Arbeit gehen. Aber ich hätte zum Glück heute eh Spätschicht gehabt.“
Und dann fragte mich eine Krankenschwester: „Wo wären Sie jetzt gern?“
Ich: „Auf Arbeit, denn dann wüsste ich, dass alles wieder okay ist.“
Meine Chefs waren so wundervoll und ich danke Ihnen zutiefst, denn ich kann die Ausbildung fortführen und habe Anfang November wieder angefangen zu arbeiten.
Mit einer Wiedereingliederungsmaßnahme, nur ein paar Stunden am Tag.
Jetzt im Januar geht es wieder voll los und ich habe 72 Tage Urlaub in 2016. Beneidet mich nicht, denn wenn ich könnte, würde ich jederzeit mit euch tauschen.

Die Folgen nun für mich?
Nun ja, ich kann meinen Kopf nicht richtig bewegen, Schulterblick ist unmöglich. Auch ein Doppelkinn oder in den Nacken legen ist nur beschränkt möglich. Ich bin also steif.
Ich habe eine richtig fette coole Narben am Rücken, Hals und Stirn. Meine Hände, Füße schlafen schneller ein. Mir ist unglaublich schnell kalt. Ich habe Missempfingungen auf dem Rücken. Die Innenseiten meiner Oberarme sind taub. Ich brauche mein Schmerzöl am Ende des Tages. Ich bin wetterfühlig geworden. Ich habe eine komische Haltung. Ich habe Angst, bin psychisch angeknackst und fange manchmal aus heiteren Himmel an zu weinen. Ich kann keine extrem körperlichen Leistungen erbringen. Ich habe einen behinderungsgrad von 40.
Ich brauche immer noch Physio. Ich werde im Alter einige Probleme haben.

Joar und jetzt ist mein Beitrag doch länger geworden als er sollte und ich habe noch nicht mal die Hälfte erzählt.

Zum Schluss noch: ich könnte mir gar nicht vorstellen, dass mein Leben hätte anders in 2015 sein sollen. Ich habe mein Schicksal akzeptiert. Ich denke für Angehörige ist das schlimmer.
Und ja, meine Freundin Lisa und ich sind dadurch so gut befreundet.

Natürlich bin ich so neidisch auf alle normalen Menschen, die ihren Kopf normal bewegen können. Manchmal könnte ich da schon weinen. Es gibt Dinge, die ich nie mehr machen kann. Achterbahn fahren, richtig schwimmen, tanzen, weil es entweder nicht geht, oder es einfach nur total bescheuert aussehen würde.
Trotzdem ist mir klar, dass unsere Freundschaft durch dieses Ereignis erst so tief wurde.
Natürlich bin ich dankbar, dass ich lebe und dass es ein Wunder ist, aber es gibt auch Momente, in denen ich einsam bin und wo ich mir die Seele aus den Leib weine. Ich hab einen seelischen Knack wegs, aber bin realistisch und komme damit zurecht. Ich schaffe das.

Ich würde gern noch so viele andere Sachen schreiben, aber das wird zu viel und ändern kann ich es dadurch auch nicht. : )

Tausend Küsse, eure Vera.

Bei Fragen einfach fragen : )

Ps: ich habe normal am 01.10. Geburtstag und meine 2. Geburtstag ist am 10.01.
Zufall? :’D

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30 Gedanken zu “Mein 2. Geburtstag.

  1. Ich finde das unglaublich mutig und ganz toll von dir, dass du diese Geschichte hier erzählst! Respekt ❤
    Dein Post lässt mich nachdenken. Wie schön und wertvoll das Leben doch ist. Ich bin gesund, hab die Menschen, die ich liebe, um mich rum, bin zufrieden und glücklich. Ein gutes Leben.
    Ich wünsch dir gaaanz viel Kraft und Freude im Jahr 2016 ❤

    • Danke. Aber ich wüsste nicht, wieso ich das verschweigen soll, weil es gehört zu mir und es ist nichts, was mich dumm dastehen lässt. Mir geht es soweit wieder ganz gut und auch meiner Freundin. Klar, es wird nicht wieder so sein wie früher, nie wieder, aber wir hatten so viel Glück, da muss man das würdigen. : )

  2. Ich weiß gar nicht was ich sagen soll, verstehe aber sehr wohl was du meinst damit, dass du das ganze Mitleid satt hast. Ich bewundere wie.. naja wie soll ich sagen, wie gut du damit umgehst. Gut klingt doof ich weiß, ich habe aber keine Ahnung was für ein Wort ich sonst verwenden soll. Ich will dir sagen: Trotz all der Sachen die du nicht machen kannst und wie enttäuscht und verzweifelt du darüber bist kann ich dich zu 100% verstehen, muss gerade selber eine unfreiwillige Pause von Sport nehmen, was natürlich nicht annähernd mit dem was dir passiert ist zu vergleichen ist, aber ich kann verstehen wie du dich fühlen musst. Aber diese Narben, diese Einschränkungen dieses Erlebnis gehören jetzt zu dir und sind ein Teil von dir, und trotz den Schmerzen die dir das alles bereitet, sowohl körperlich als seelisch, hast du viel gelernt. Du hast gelernt selbst in schweren Zeiten nach vorne zu blicken und zu akzeptieren wie es ist, du hast eine Freundschaft vertieft und du hast gelernt, dass es zum Leben und zu einem selbst dazugehört Rückschläge zu verkraften. Ich bewundere dich zutiefst Vera und ich wünsche dir alles Glück dieser Welt.

    Liebe Grüße
    Josepha

    • Ich könnte mir auch vorstellen, dass so ein Erlebnis einen stärker macht. Jetzt nicht physisch, und psychisch ist es sicherlich auch schwer. Ich meine, dass man seinem Leben noch mehr Wertschätzung entgegenbringt, dass man nicht mehr alles als selbstverständlich ansieht usw.
      Versteht ihr, was ich meine?

    • Ich danke dir. Es ist so wundervoll, all das zu lesen, dass mich das so berührt, dass ich wieder weinen muss. Ihr seid alle super und ich freue mich immer wieder über alle Beiträge die ihr macht und ihr seid wirklich super. ❤

  3. Wow… Das ist echt eine krasse Geschichte. Und das grenzt ja tatsächlich an ein Wunder, dass ihr da so „unbeschadet“ wieder raus gekommen seid aus der Sache. (Ich glaube, du weißt, was ich meine.) Wenn ich fragen darf, was hatte deine Freundin denn alles bzw. hat sie auch bleibende Probleme?
    Ich kann auf jeden Fall nachvollziehen, wie wichtig es ist, seine Familie an seiner Seite zu haben, genauso wie ich genau verstehe, warum dich und deine Freundin das so zusammengeschweißt hat. Ich will jetzt hier eigentlich nicht mit meiner eigenen Krankheit anfangen, denn es soll nicht so rüber kommen als würde ich mich in Sachen Krankheit oder so „duellieren“ wollen, das will ich keineswegs, dann hättest du eh schon gewonnen. Aber naja, kurz gefasst, ich habe Skoliose und trage seit ich 13 bin ein Korsett. Ich musste andauernd von einem Arzt zum nächsten und wenn ich meine Familie da nicht gehabt hätte.. Ich wüsste nicht, wo ich heute wäre. Meine beste Freundin habe ich dann in einer meiner Rehas kennengelernt. Ich glahbe, ein Grund, warum wir uns so gut verstehen ist einfach, dass wir beide Skoliose haben (auch wenn sie die sehr viel weniger stark hat, worüber ich froh bin).. Naja vermutlich auch die Tatsache, dass wir 5 Wochen ein Zimmer geteilt haben. 😀
    Was ich aber eigentlich sagen will ist, dass ich zumindest den Teil deiner Situation nachvollziehen kann. (Wobei den mit Physio und Muskelaufbau eigentlich auch, damit hab ich eigl mein größtes Problem, da ich immer zu faul bin, meine Übungen zu machen…) So nun aber genug über mich gelabert, denn um mich gehts hier ja gar nicht.
    Auf jeden Fall wünsche ich dir ganz ganz viel Glück und Kraft für das neue Jahr und hoffe, dass es für dich besser wird als das alte. Ich drücke dir die Daumen, dass mit deiner Ausbildung weiterhin alles klappt.
    Ganz ganz liebe Grüße ❤

    • Liebe Isa,
      mich berührt dein Kommentar sehr und ich finde es toll, dass du so viel Anteilnahme hast und dass du in einer gewissen Weise das nachvollziehen kannst. Leider weiß ich nicht was Skoliose ist. Kannst du es mir kurz erklären? Das mit dem Korsett.. da kannst du mich wahrscheinlich verstehen. Stell dir nur vor, dass Korsett geht bis hoch zu deinem Kinn und Hinterkopf. Das sowas zusammenschweißst ist aufjedenfall gut und du hast dadurch deine beste Freundin gefunden in der Reha. Leider konnte ich nicht mit meiner Unfallfreundin in eine Reha gehen, weil wir unterschiedliche Versicherungen und Krankenkassen hatten und an verschiedenen Orten wohnten.
      Ich war in meiner Reha allein. Ich war die jüngste und hatte, wie jeder da, ein Einzelzimmer, was ich sehr begrüßt habe.
      Meine Freundin? Sie hat es etwas shlimmer getroffen, zumindest empfinde ich es so. Sie bestreitet das, aber naja.. Sie konnte nicht wie ich aus dem Auto klettern, sondern war eingeklemmt und musste rausgeschnitten werden. Sie war erst querschnittsgelähmt gewesen, aber durch die shcnelle OP konnten sie es rückgängig machen, obwohl die “rzte trotzdem nicht geglaubt haben, dass sie wieder laufen würde. Ihre Lungen waren eingefallen, sie hatte Rippenbrüche und war hauptsächlich im Brustkorb geschädigt. Ich eben im Nacken, Schulter und Halsbereich. Sie kann jetzt zwar alles wieder machen, aber sie hat jeden Tag Schmerzen, mit denen sie leben kann, aber trotzdem. Sie hat das auch seelisch nicht alles so verkraftet, weil sie schon vorher viele Schicksalschläge hatte.
      Ich werde meine Ausbildung denke ich beenden, werde aber dann wahrscheinlich einen Bürojob nehmen, weil ich nicht jahrelang so arbeiten könnte.

      • Das freut mich, dass du meinen Kommentar so positiv aufnimmst und nicht irgendwie denkst, ich will mich jetzt hier irgendwie wichtig machen.
        Skoliose ist grob gesagt eine Verkrümmung der Wirbelsäule (zusätzlich sind die Wirbel auch noch verdreht, aber das ist nicht der Hauptaspekt.) bei der die WS Bögen macht. Bei mir sind das drei Bögen, einer im Nackenbereich mit einer 50° Krümmung, eine im Brustkorbbereich, ebenfalls mit ca. 50° und eine im Lendenbereich mit etwa 30°. (Wenn du dir nichts darunter vorstellen kannst, google mal nach Röntgenbildern oder so :D) Diese Krümmungen sollen mit Korsett und Physio halt grade gedrückt werden, wobei das bei mir durch die hohe Krümmungszahl kaum möglich ist. Außerdem geht der Hauptbogen (Im Brustkorbbereich) bei mir nach rechts und mein rechter Lungenflügel ist nur sehr gering ausgebildet, da mir da eine Arterie fehlt, was natürlich die Krümmung begünstigt. So viel also zu der Skoliose Erklärung.^^ Das Ganze schränkt mich inzwischen eigl. kaum noch ein, da ich das Korsett nur noch nachts tragen muss. Aber das ist auch erst seit ein paar Monaten so und die Jahre vorher waren halt immer schwierig. Deswegen kann ich mir vorstellen, dass es noch viel schlimmer ist, wenn man auch noch den Nacken da mit drin hat… Meine Tante hat auch Skoliose und sie hatte als Kind ein Korsett, welches auch vorne und hinten noch eine Stange bis zum Nacken/Kinn hatte. Sie sagt auch immer, dass das nie einfach war.
        Und ja, in der ersten Reha hatte ich wirklich Glück mit dem Zimmer, in der zweiten eher weniger, da hatte ich eine richtig nervige Zimmernachbarin, bis die dann nach zwei Wochen nach Hause gefahren ist. Da wäre mir ein Einzelzimmer auch viel lieber gewesen. Die zweite Reha war auch ziemlich blöd, weil ich da einfach nicht wirklich coole Leute gefunden habe, wie beim ersten Mal und ich wollte einfach nur nach Hause.^^
        Okay, ja, ich glaube, es hat euch beide krass getroffen… Vielleicht kann man das auch gar nicht so vergleichen. Ich hoffe auf jeden Fall für euch beide, dass ihr weiterhin gesund werdet/bleibt so weit ihr es seid und dass euch sowas nie nie nie wieder passiert (ich meine, wem wünscht man sowas auch schon…)
        Was genau machst du als Ausbildung? Ist natürlich total blöd, wenn das dann danach alles nicht so laufen kann, wie geplant…

      • Danke für die Erklärung, werde das nachher auch gleich mal googeln!
        Ich mache eine Ausbildung zur Handelsfachwirtin bei Deichmann. ich hatte erst befürchtet, ich müsste meine Ausbildung nach der Prüdung zur Kauffrau abbrechen, weil die ersten tage echt mega schrecklich sind, auch heute habe ich noch Probleme, aber jeder Tag ist anders und es ist besser geworden. Jetzt fühle ich mich so, dass ich die Ausbildung wohl beenden werde. : )

  4. Ich schließe mich den anderen da an, finde ich gut, wie du damit umgehst und dass du es akzeptierst, auch mit deinem 2. Geburtstag, das ist gut, denke ich. Mein Arm ist im Moment eingegipst und schon da nervt es mich, dass ich bei manchen Sachen von anderen abhängig bin, ich will mir gar nicht vorstellen, wie das dann erst für dich gewesen sein muss.
    Ich wünsche dir auf jeden Fall ganz viel Kraft und dass es dir irgendwann besser geht (also auf die Dinge wie die Angst und das Weinen bezogen) für das folgende Jahr (und natürlich auch alle anderen danach 😉 ) !

  5. Also ich kann mich den anderen nur anschließen. Ich finde es toll, dass du deine Geschichte, was jetzt ja ein Teil von dir ist, mit uns allen teilst! Ich hoffe, dass das Jahr 2016 für dich, und für uns alle, viel Glück und Gesundheit bringen wird! Du bist eine starke Persönlichkeit, und es ist schön zu hören, dass es dir und deiner Freundin auch besser geht. Ich wünsche dir weiterhin ganz ganz viel Kraft auf deinem weiteren Weg! Dein Post zeigt mir, dass ich mir öfter vor Augen halten sollte, dass es mir gut geht, ich einigermaßen gesund bin etc. Durch solche „Schicksalsschläge“ wird man stärker (Ich hatte natürlich keinen solchen Unfall wie du, aber ich hoffe du verstehst, was ich meine: Ich war vor ein paar Monate auch ziemlich abhängig von meiner Familie, da ich im Juli-September für sechs Wochen im Bett lag… Das ist zwar nichts im Vergleich zu deiner Geschichte, aber ich wollte nur sagen, dass ich auf eine gewisse Weise verstehen kann, was du gefühlt hast, da ich zu dieser Zeit auch „anhängig“ von meiner Familie war und nichts alleine unternehmen konnte… Einen Rückhalt zu haben, ist in solch einer Zeit sehr wichtig, und es freut mich zu hören, dass es dir den Umständen entsprechend gut geht! Und das mit dem 2. Geburtstag finde ich eine tolle Idee! Ich wünsche dir für die Zukunft ganz viel Kraft, um mit den Folgen des Unfalls umzugehen!!

    • Ich danke dir und danke für den langen Text! Da kannst du ja etwas nachvollziehen, wie es ist abhängig zu sein bei den kleinsten Sachen, die für Leute in meinem Alter eigentlich selbstverständlich sind.
      Ich wünsche dir alles gute!

      • Natürlich war es für mich nur ein Paar Wochen, und mir gehts jetzt wieder gut. Aber in der Zeit habe ich gemerkt, wie wichtig freunde und Familie ist!:) wie erwähnt, wünsche ich dir noch alles alles gute auf deinem weiteren Weg, mit den Folgen umzugehen. Lg und dir noch einen wundervollen Tag! LG

  6. Ich habe das jetzt in der früh gelesen, und schreibe erst jetzt weil mir bei sowas immer irgendwie die Worte fehlen. Ich bin ein eher kränklicher Mensch, mich plagen oft Bauch oder Kopfschmerzen, an Silvester war mir mal wieder richtig übel und ich übergebe mich sehr leicht. Dennoch ist mir noch nie etwas wirklich schlimmes passiert. Kein einziger Bruch, kein Bänderiss, kein gestauchtes Gelenk, nur einmal ein aufgeschlagenes Kinn das genäht werden musste. Von soetwas was dir passiert ist ganz zu schweigen.
    Dein Beitrag zu lesen, hat mich traurig gemacht, in deinen Videos wirkst so fröhlich und auch gesund und auch stark. Bleib so ❤ Ich kann die Schmerzen nicht nachvollziehen, mir sie nicht einmal vorstellen. Ja ich habe Mitleid, aber ich mache genauso weiter wie vorher, kommentiere genauso, rede genauso wie zuvor mit dir. Mit nur einem Unterschied: Ich bewundere dich jetzt noch mehr.
    Lg Moana

    • Sehr lieb von dir! Ich hoffe, dir geht es irgendwann besser! Vor diesem Unfall hatte ich auch nichts. Abgesehen von einer Erkältung war ich immer top gesund.xD Ich mochte KHs auch vorher nicht und bin ungern dahin gegangen.
      Natürlich halte ich mich bei meinen seelischen Tiefs vom Internet fern. Ich würde mir das niemals so anmerken lassen, weil ich da einfach zu stolz bin. Außer gegenüber meiner Unfallfreundin. : )
      Danke!

  7. Hey Vera,
    Ich habe deinen Beitrag erst jetzt entdeckt und wow, bist du tapfer und fröhlich, obwohl deine Geschichte so düster ist. Sehr bemerkenswert. Ich war Gott sei Dank noch nie in so einer Situation, deswegen möchte ich das auch gar nicht beurteilen oder irgendetwas schreiben. Ich finde es toll, dass du es uns erzählst und ich wünsche dir noch viel Erfolg. 🙂

    Aja und mein Freund hatte ähnlich wie du einen tragischen Unfall (in seiner kindheit jedoch) und er ist jetzt so halbwegs gesund, manche Sachen kann er genau sowie du nicht machen. Aber was mich immer wieder so beeindruckt bei ihm, ist vor allem das positive Denken. Wir müssen uns alle von euch etwas abschauen, wir die, wegen jeder Kleinigkeit Trübsal blasen, obwohl wir gar nicht wissen, was wirklich schlimm ist. Also ich für meinen Teil auf jeden Fall.
    Wirklich bemerkenswert, ich wünsche dir noch alles Gute. 😉
    Liebe Grüße,
    Sarah

    • ♥ Danke. Sehr süß, dankeschön! Das mit deinem Freund tut mir sehr Leid, aber bei uns ist es so, entweder man akzeptiert die Lage und komtm damit klar oder eben nicht. Und wir machendas Beste raus. Für die Beteiligten ist es meist schlimmer. Aber ich kann es mir mittlerweile gar nicht vorstellen, dass der Tag anders verlaufen wäre. : )

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